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01.06.2022 News

Maßnahmen für leistbares Wohnen: 39 Suchergebnisse

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Wohnungssuche beginnt meist mit einer Suchmaschine. Was du dort findest, ist selten eine leistbare Wohnung, sondern das fatale Ergebnis von langjähriger Preissteigerung – erzeugt durch künstliche Verknappung. Wie die Leerstandsabgabe Abhilfe schaffen kann.

Was ist die Ausgangslage bei den Wohnkosten?

Vergangenes Jahr erlebte Tirol erneut eine gesalzene Preissteigerung am Wohnungsmarkt. Statistik Austria erhob bei den Wohnpreisen pro Quadratmeter satte 4.573 Euro (13,6 Prozent mehr als im Vorjahr), bei den Grundstückspreisen pro Quadratmeter 261 Euro (15,5 Prozent mehr) und bei den Häuserpreisen pro Quadratmeter 4.660 Euro (17,1 Prozent mehr). Bei allen Werten liegt Tirol deutlich über dem Österreich-Schnitt, insbesondere in Ballungszentren und Tourismusgebieten. Das Problem: die Preise sind viel zu hoch.

Wann ist eine Wohnung leistbar?

Als dieser Artikel entstanden ist, gibt es in Tirol auf der Plattform immoscout24.at 844 freie Mietwohnungen. Auf den ersten Blick ein großes Angebot. Das Problem aber ist der Preis. Laut der österreichischen Mietervereinigung zählt eine Wohnung als leistbar, wenn man dafür maximal einen Drittel seines monatlichen Einkommens dafür aufwendet – wohlgemerkt inklusive Betriebs- und Nebenkosten. In Tirol beträgt das monatliche Durchschnittseinkommen 1.512,30 Euro netto. Wenn man davon ein Drittel nimmt (504,10 Euro) und das beim Maximalpreis-Filter bei immoscout24 eingibt, wird die fatale Situation auf dem Tiroler Wohnungsmarkt deutlich: Von 844 Ergebnissen bleiben genau 17 übrig – exklusive Betriebs- und Nebenkosten wohlgemerkt.

 

Das mag plakativ gerechnet sein, aber für viele Einheimische ist diese Rechnung bittere Realität. Insbesondere für junge Menschen und Haushalte mit nur einer erwerbstätigen Person ist Wohnraum kaum mehr leistbar. Laut einer aktuellen Umfrage der AK wenden in Tirol 47 % aller Menschen mehr als 40 % fürs Wohnen auf. 23 % sogar mehr als 50 %. Das ist nicht nur mehr für viele nicht leistbar, sondern für fast alle. Kein Wunder, dass 44 % aller Menschen angeben, dass sie sich das Wohnen bald nicht mehr leisten können. Für uns ist klar: Es muss sich daran was ändern.

Wie können wir das ändern?

Die Preise auf dem Wohnungsmarkt kommen aufgrund unterschiedlicher Faktoren zustande. Mit insgesamt 39 Maßnahmen haben wir in den letzten Jahren bereits Spekulation mit wertvollem Wohnraum eingedämmt, gemeinnützigen Wohnbau gestärkt und viele weitere Anreize für leistbares und nachhaltiges Wohnen gesetzt.

 

Dem wesentlichen Preistreiber begegnen wir nun mit einer neuen – und in diesem Ausmaß noch nie dagewesenen – Maßnahme: Leerstand verknappt den Markt künstlich und treibt die Preis nach oben. Deshalb wird Leerstand künftig etwas kosten.

"Die Leerstandsabgabe kommt verpflichtend in allen Gemeinden. Dort, wo der Druck am Wohnungsmarkt besonders hoch ist, kostet es sogar das Doppelte. Eine leere 95-qm-Wohnung in Innsbruck kostet künftig etwa 2.400,- Euro pro Jahr."
Michael Mingler Grüner Wohnsprecher in Tirol

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Was haben wir im Bereich Wohnen bisher erreicht?

Wir haben mittlerweile 39 Maßnahmen in vier Jahren gegen steigende Wohnkosten gesetzt, darunter zB:

Gegen Wohnraum-Verknappung:
Förderungen & Beihilfen:
Mehr Kompetenz im Bereich Wohnen:
Sanieren & nachhaltiges Wohnen:
Mehr Transparenz und Einblick:
Umsetzung muss überprüft werden:

Wenn du Fragen zu einzelnen Maßnahmen hast, schreib uns einfach eine Mail.

Was haben wir noch vor?

2018 haben wir Grüne im Landtagswahlkampf „Nächster Halt: Leistbares Wohnen“ plakatiert. Im Koalitionsabkommen mit der ÖVP haben wir viele Maßnahmen gegen den Preisanstieg verankert. Daher haben wir auch weiterhin einiges vor, wie zB weitere Maßnahmen gegen Bauland-Hortung, gegen Spekulation im Wohnbau und gegen intransparente Vergabeverfahren von Gemeindewohnungen. Außerdem möchten wir ökologische Bauweisen, alternative und junge Wohnungskonzepte sowie nachhaltige Sanierungen fördern. Und wir wollen noch mehr leistbaren gemeinnützigen Wohnbau statt private Investorenprojekte in den Gemeinden. Dafür setzen wir uns auch weiterhin ein.

Landtagswahl Michael Mingler Grüne Tirol
Michael Mingler

Landtagsabgeordneter

Landhaus, Eduard Wallnöfer-Platz 3

6020 Innsbruck

[email protected]
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