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Hitzeschutz für alle - jetzt Petition unterschreiben!

Die Schultüren sind geschlossen, die Sommerferien haben begonnen - doch die Hitze macht keine Ferien! In aufgeheizten Wohnungen, am Arbeitsplatz, in stark versiegelten Ortszentren - und spätestens im September wieder in Tirols Klassenzimmern - werden hohe Temperaturen immer mehr zur massiven Belastung für Mensch und Umwelt. Unterstütze jetzt die österreichweite Petition für ein wirksames Hitzeschutzpaket.

Belastet dich die Hitze auch?

Wer eine gut gedämmte Wohnung, eine Klimaanlage oder einen kühlen Rückzugsort hat, kommt leichter durch eine Hitzewelle. Viele Menschen haben diese Möglichkeiten jedoch nicht. Besonders betroffen sind Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen, Beschäftigte im Freien und Bewohner:innen stark versiegelter Wohngebiete.

Hitzeschutz ist deshalb nicht nur eine Frage des Wetters, sondern auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Alle Menschen müssen Zugang zu Abkühlung, Trinkwasser und sicheren Aufenthaltsorten haben – unabhängig von Einkommen, Alter oder Wohnort.

Die österreichweiten Forderungen der Grünen umfassen:

  • Klimaanlagen und Hitzeschutz für Schulen, Kindergärten, Spitäler und Pflegeheime,
  • mehr Unterstützung für Freibäder und freien Eintritt ab 35 Grad,
  • mehr Trinkbrunnen, Bäume und kühle Oasen in Städten und Gemeinden,
  • frei zugängliche öffentliche Gebäude als Rückzugsorte an heißen Tagen,
  • konsequenten Klimaschutz und Renaturierung, damit die Sommer nicht noch extremer werden.

Hitzeschutz für alle. Jetzt!

Die nächste Hitzewelle kommt. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass niemand der extremen Hitze schutzlos ausgeliefert ist.

Hitzeschutz an Schulen

Mit dem Ferienbeginn sind die überhitzten Klassenzimmer großteils leer. Das Problem überhitzter Schulen ist damit aber nur vertagt. Hohe Temperaturen treten längst auch im Mai, Juni und September auf. Ohne klare Regeln müssen Schulen bei der nächsten Hitzewelle erneut improvisieren. Bisher fehlen jedoch einheitliche Regeln dafür, wie Schulen mit den hohen Temperaturen umgehen sollen. Wir fordern deshalb gemeinsam mit der Bildungsdirektion erarbeitete, verbindliche Hitzeschutzstandards.

Unser Vorschlag: Hitzeschutz-Ampel für Schulen

  • Bis 27 Grad – Grün 🟢 
    Unterricht ist grundsätzlich ohne Einschränkungen möglich.
  • Ab 27 Grad – Gelb 🟡
    Verpflichtende Hitzeschutzmaßnahmen und die Verlegung des Unterrichts in kühlere Räume sollen vorgesehen werden.
  • Ab 30 Grad – Orange: 🟠
    Unterricht ist nur mehr eingeschränkt möglich. Unterrichtsverkürzungen, alternative Unterrichtsformen oder digitale Formate sollen geprüft werden.
  • Ab 35 Grad – Rot 🔴
    In den betroffenen Räumen darf kein Unterricht mehr stattfinden. Es braucht Ersatzräume, alternative Angebote oder Hitzefrei.

 

Damit soll der Schutz der Kinder und Jugendlichen nicht länger davon abhängen, welche Schule sie besuchen und wie die jeweilige Schulleitung mit der Situation umgeht. Der Dringlichkeitsantrag wurde im Landtag angenommen und zur weiteren Behandlung einem Ausschuss zugewiesen.

Klimafitte Schulen statt kurzfristiger Notlösungen

Eine Hitzeschutz-Ampel hilft bei akuten Hitzetagen. Langfristig müssen die Schulgebäude selbst klimafit werden. Deshalb fordern wir eine gemeinsame Strategie „Klimafitte Schulen Tirol 2035“.

Dazu braucht es eine tirolweite Erhebung des Sanierungsbedarfs, verbindliche Mindeststandards und einen konkreten Finanzierungs- und Stufenplan. Beschattung, Begrünung, Entsiegelung, Trinkwasserversorgung, sommerlicher Wärmeschutz und ein gesundes Raumklima müssen künftig bei allen Schulstandorten berücksichtigt werden.

Das Ziel: Bis 2035 sollen alle Kinder und Jugendlichen in Tirol in gesunden, energieeffizienten und klimafitten Schulgebäuden lernen können.

"Die Ferien sind eine Verschnaufpause - aber kein Hitzeschutz. Spätestens im September sitzen Kinder und Jugendliche wieder in Klassenzimmern, die sich bei Hitze auf über 30 Grad aufheizen. Wir müssen jetzt vorsorgen: mit akutem Hitzeschutz für alle und klaren, verbindlichen Regeln für Tirols Schulen."
Zeliha Arslan, Bildungssprecherin der Tiroler Grünen

Hitzeschutz im Alltag

Ein Hitzetelefon und Informationen zum richtigen Verhalten können helfen. Wer jedoch in einer aufgeheizten Wohnung lebt, in der Sonne arbeitet oder unterwegs keine Abkühlung findet, braucht vor allem leicht zugängliche Angebote direkt vor Ort.

Cooling Zones und gratis Schwimmen

Sogenannte Cooling Zones (Hitzeschutzplätze) bieten einen kühlen Rückzugsort ohne Konsumationszwang – mit Sitzmöglichkeiten, Trinkwasser und Toiletten. Solche Orte können in Gemeindeämtern, öffentlichen Gebäuden oder anderen geeigneten Räumen entstehen.

Auch Schwimmbäder und Badeseen können an besonders heißen Tagen Teil des Hitzeschutzes werden. Für zwei Stunden kostenloser Zugang senkt die finanzielle Hemmschwelle und ermöglicht eine schnelle Abkühlung. Das Land könnte Gemeinden und Betreiber:innen die entstehenden Einnahmenausfälle unkompliziert ersetzen.

Ergänzt werden soll das Angebot durch mehr Trinkbrunnen an stark genutzten Plätzen, Gehwegen und Radstrecken.

"Bei 35 Grad hilft kein Folder gegen die Hitze. Menschen brauchen Orte, an denen sie kurz durchatmen und sich abkühlen können - ohne Eintrittspreis und ohne Konsumationszwang. Genau dort muss Hitzeschutz im Alltag ankommen."
Petra Wohlfahrtstätter, Gesundheitssprecherin der Tiroler Grünen

Hitzeschutz für heute und morgen

Akute Abkühlung und langfristige Vorsorge gehören zusammen. Kühle öffentliche Räume helfen am nächsten Hitzetag. Klare Regeln schützen Kinder in überhitzten Klassen. Begrünung, Beschattung, Entsiegelung und klimafitte Gebäude machen Tirol dauerhaft lebenswerter.

Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt. Die Frage ist nur: Sind wir vorbereitet? Raus aus der Hitze, rein in die Lösung: Tirol kann sich besser auf heiße Tage vorbereiten – mit Maßnahmen, die schnell helfen und langfristig wirken.