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04.08.2026 Presse

Vorboten des Streits um Wasser erreichen Tirol

Mann liest Zeitung

Vorboten des Streits um Wasser erreichen Tirol

 Grüne: Hitzewelle zeigt, wie sich politische Entscheidungen der Tiroler Landesregierung auswirken – 10.000-Bäume-Programm gefordert, klar Ansagen an TIWAG nötig

 

„Die ersten Vorboten des Streits um Wasser erreichen Tirol“, ist für den Grünen Klubobmann Gebi Mair die Auseinandersetzung zwischen TIWAG und Kaunertaler Gletscherbahnen um das Wasser des Weißsees nur ein Vorgeschmack auf die sich zuspitzenden Konflikte in der Klimakrise. „Die Gletscherskigebiete wollen immer mehr beschneien und die TIWAG will jeden letzten Tropfen tauendes Gletscherwasser noch einmal zu Geld machen bevor er im Schwarzen Meer verschwindet. Dass das Landesunternehmen finanzielle Entschädigung für jeden Liter Wasser verlangt, den sie selbst nicht zu Geld machen kann, gibt auch einen Vorgeschmack darauf, was den Bäurinnen und Bauern droht, die von weiteren Ausbauprojekten der TIWAG betroffen sein sollen. Da muss jeder Liter Wasser für die Kühe am Ende von der TIWAG abgekauft werden. Manchmal bekommt man das Gefühl, die TIWAG vergisst dass auch noch andere Menschen in unserem Land leben und wirtschaften müssen.“

 

Für den Grünen Klubobmann Gebi Mair zeigt die aktuelle Hitzewelle aber auch, dass sich politische Entscheidungen konkret auf das Leben der Menschen auswirken. Mit dem Programm „Land schafft Bäume“ wurden seit 2018 an die 3.000 große Bäume in den Zentren von Städten und Gemeinden vom Land bereitgestellt und gepflanzt. Unter grüner Regierungsbeteiligung eingeführt ließ die schwarz-rote Landesregierung das Projekt 2023 ersatzlos auslaufen. „Bäume in den Stadt- und Ortszentren gehören zu den größten Wünschen der Bevölkerung für die Raumgestaltung. Sie schaffen praktische Abkühlung an den heißen Plätzen und asphaltierten Straßen. Sie sorgen für Kühlung und dafür, dass der Boden mehr Wasser speichern kann. Der austrocknende Boden führt zu einer weiteren Aufheizung der versiegelten Flächen.“

 

Für die Grünen ist klar, dass politische Entscheidungen auch beeinflussen, wie wir zunehmende Hitze- und Trockenwellen überstehen werden. „Wir brauchen einen klaren Vorrang für politische Entscheidungen, die unser Wasser sichern. Dazu gehört ein neues massives Baumpflanzungs-Programm des Landes für die Siedlungskerne in Tirol ebenso wie eindeutige Anweisungen an den Landesenergieversorger durch den Eigentümer: Leben und Wirtschaften in Tirol geht vor.“

 

Derzeit führen praktisch alle Gewässer in Tirol Niedrigwasser, kurzzeitig unterbrochen von lokalen Starkniederschlagsereignissen mit großen Schäden an der Infrastruktur. „Wir dürfen nicht glauben, dass es ohne Auswirkungen auf die Unterlieger bleibt, wenn Kläranlagen trotz massiven Einsatzes von Profis und Freiwilligen über lange Zeiträume ausfallen und die Abwässer in die Bäche geleitet werden müssen. Auch an der Ötztaler Ache wird bachabwärts das Wasser wieder für die Bewässerung von Obstkulturen genutzt. Es ist Aufgabe der Politik, unser Land resilient gegen die sichtbar werdenden Auswirkungen der Klimakrise zu machen“, fordert der Grüne Abgeordnete.

 

Mair fordert daher eine klare Ansage an die TIWAG über die Prioritäten der Wassernutzung und die erneute Einführung eines Baumpflanzungs-Programms mit mindestens 10.000 neuen Bäumen für die Ortszentren und Innenstädte durch Tirol. „Für Temperatur und Wasserrückhalt, für unsere Gesundheit macht das einen Unterschied. Und die Entscheidungen von heute werden sich auch in den kommenden Jahren auswirken.“

Gebi Mair
Gebi Mair

Klubobmann, Landtagsabgeordneter, Landessprecher, Mitglied des Landesvorstands

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