Mattle: 1.000 Tagen nichts für SLOT-System getan
Transit: „Mattle hat seit über 1.000 Tagen keinen Finger für ein SLOT-System gerührt“
Verlagerung am Abstellgleis – Grüne machen Druck auf Hanke und Mattle
Tirol wird regelrecht vom Transit überrollt und steuert auf einen neuen Negativrekord mit 2,5 Millionen Lkw-Fahrten über den Brenner zu. Gleichzeitig verliert die Bahn weiter an Anteilen und Attraktivität. Durch die monatelange Korridorsperre der wichtigen Bahnverbindung München–Rosenheim Anfang 2028 droht der Schiene endgültig das Abstellgleis. Davor warnt der Grüne Verkehrssprecher Gebi Mair eindringlich.
„Wir brauchen endlich eine verpflichtende Verlagerung von der Straße auf die Schiene. Ein digitales Ticketsystem (SLOT-System) mit einer definierten Obergrenze für die Straße kann genau das liefern. Aber seit der Erklärung von Kufstein vor über 1.000 Tagen hat Landeshauptmann Mattle keinen Finger für ein SLOT-System gerührt. Der Verkehr donnert durch Tirol – und die Landesregierung schläft“, fasst Mair ernüchternd zusammen.
Auch auf Bundesebene gebe es keinerlei Unterstützung, wie der jüngste Austausch zwischen Verkehrsminister Hanke und seinem deutschen Pendant zeige. „Weder das SLOT-System noch die wichtigen Zulaufstrecken für den BBT wurden angesprochen. Von Verhandlungen ist so und so keine Rede. Die Bundesregierung lässt Tirol komplett im Stich. Das betrifft auch die Mauthöhe, das Dieselprivileg und die Senkung der Luftgrenzwerte“, so Mair.
Er wolle mit den anderen Oppositionsparteien Hanke in den Landtag zitieren. „Hanke ist seit einem Jahr im Amt, und er hat bisher zur Tiroler Transitproblematik keine Akzente gesetzt. Das ist nicht hinzunehmen angesichts der Dauerbelastung, unter der die Tiroler:innen leiden“, sagt Mair.