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16.02.2026 Presse

Mattle: 1.000 Tagen nichts für SLOT-System getan

Mann liest Zeitung

Transit: „Mattle hat seit über 1.000 Tagen keinen Finger für ein SLOT-System gerührt“

Verlagerung am Abstellgleis – Grüne machen Druck auf Hanke und Mattle

 

Tirol wird regelrecht vom Transit überrollt und steuert auf einen neuen Negativrekord mit 2,5 Millionen Lkw-Fahrten über den Brenner zu. Gleichzeitig verliert die Bahn weiter an Anteilen und Attraktivität. Durch die monatelange Korridorsperre der wichtigen Bahnverbindung München–Rosenheim Anfang 2028 droht der Schiene endgültig das Abstellgleis. Davor warnt der Grüne Verkehrssprecher Gebi Mair eindringlich.

 

„Wir brauchen endlich eine verpflichtende Verlagerung von der Straße auf die Schiene. Ein digitales Ticketsystem (SLOT-System) mit einer definierten Obergrenze für die Straße kann genau das liefern. Aber seit der Erklärung von Kufstein vor über 1.000 Tagen hat Landeshauptmann Mattle keinen Finger für ein SLOT-System gerührt. Der Verkehr donnert durch Tirol – und die Landesregierung schläft“, fasst Mair ernüchternd zusammen.

 

Auch auf Bundesebene gebe es keinerlei Unterstützung, wie der jüngste Austausch zwischen Verkehrsminister Hanke und seinem deutschen Pendant zeige. „Weder das SLOT-System noch die wichtigen Zulaufstrecken für den BBT wurden angesprochen. Von Verhandlungen ist so und so keine Rede. Die Bundesregierung lässt Tirol komplett im Stich. Das betrifft auch die Mauthöhe, das Dieselprivileg und die Senkung der Luftgrenzwerte“, so Mair.

 

Er wolle mit den anderen Oppositionsparteien Hanke in den Landtag zitieren. „Hanke ist seit einem Jahr im Amt, und er hat bisher zur Tiroler Transitproblematik keine Akzente gesetzt. Das ist nicht hinzunehmen angesichts der Dauerbelastung, unter der die Tiroler:innen leiden“, sagt Mair.

 

Für die Grünen ist klar, dass es mit der Inbetriebnahme des Brennerbasistunnels (BBT) zu einer stufenweisen verpflichtenden Verlagerung auf die Schiene kommen müsse. „Wir bauen einen Tunnel mit über 10 Milliarden Euro Kosten. Aber bis heute ist nicht klar, wie die Schiene ausgelastet werden soll. Es wird nur gelingen, wenn es eine Verpflichtung zur Verlagerung gibt oder wenn die Straßenmaut deutlich erhöht und Steuerprivilegien abgeschafft werden. Da Letzteres nicht in Sicht ist, ist die Obergrenze durch ein intelligentes Ticketsystem die sinnvollste Lösung. Zumal sie laut Prof. Obwexer unionsrechtlich zulässig ist, sofern sich die betroffenen Länder darauf verständigen. Landeshauptmann Mattle muss endlich in die Gänge kommen. Und Verkehrsminister Hanke muss ihn dabei unterstützen“, so Mair.
Gebi Mair
Gebi Mair

Klubobmann, Landtagsabgeordneter, Landessprecher, Mitglied des Landesvorstands

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