Mattle muss bei der TIWAG endlich Führungsstärke beweisen
Mattle muss bei der TIWAG endlich Führungsstärke beweisen
TIWAG kommt nicht aus Turbulenzen – Grüne sprechen sich für eine Frau im Vorstand aus und erneuern Forderung auf Sonderdividende
„Ich bin es leid, dass sich das Landesunternehmen TIWAG ständig selbst in die Bredouille bringt und Landeshauptmann Mattle keinerlei Führungsstärke beweist“, kommentiert der Grüne Landessprecher Gebi Mair die heute bekannt gewordene notwendige Abberufung eines von drei Vorständen. Seit beinahe zwei Jahren produziere die TIWAG negative Schlagzeilen: von den Kündigungen der Stammkund:innen über das Hinwegsetzen von Volksbefragungsergebnissen bis hin zu massiven Übergewinnen sei alles dabei. „Und jetzt weiß offenbar jemand aus der Führungsebene nicht, wie man sich benimmt. Als Eigentümervertreter muss Landeshauptmann Mattle endlich die Weichen richtig stellen“, so Mair.
Bei der Neubesetzung könne Mattle damit beginnen. Der Vorstand war bisher ausschließlich mit drei Männern besetzt. Zudem ist auch der Aufsichtsratsvorsitzende Eduard Wallnöfer ein Mann und der Aufsichtsrat überwiegend männlich besetzt. „Es gibt gerade in der Energiebranche unglaublich viele hochqualifizierte Frauen mit Führungserfahrung, die sich bestens für diesen Job eignen. Der Männerdomäne TIWAG würde mehr Gleichstellung ganz sicher einen positiven Schub verleihen“, spricht sich Mair für eine Ausschreibung im Sinne der Gleichstellung aus.
Erneut pocht der Grüne Klubobmann vor dem Oktoberlandtag auf eine Sonderdividende der TIWAG. Der Tiroler Energiekonzern hat aufgrund überhöhter Strompreise einen Überschuss von rund 280 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Grünen werden im Oktober einen Antrag auf Zweckwidmung der Mittel für den dringend notwendigen Ausbau der Kinderbetreuung einbringen. „Wenn die Landesregierung diese Chance nicht ergreift, ist ihr nicht mehr zu helfen. Die Tiroler Familien lechzen nach ganzjähriger und ganztägiger Betreuung, und die Gemeinden sind finanziell am Limit, wie das Njet des Städtebundes zeigt. Mattle und Wohlgemuth sollten diese Gelegenheit beim Schopf packen“, so Mair.