Leistbares Wohnen: Sanierungsförderung für 2026 ausgesetzt
Leistbares Wohnen - Sanierungsförderung für 2026 ausgesetzt
Mair: „Die Mieten sind um 20 Prozent gestiegen und die Landesregierung verschiebt sogar sinnvolle Förderungen“
Leistbares Wohnen machen die Tiroler Grünen heute im Landtag zum Thema. Denn die explodierenden Wohnkosten sind nachweislich jenes Thema, das den Tiroler:innen derzeit am meisten Sorgen bereitet. Seit dem Amtsantritt der schwarz roten Landesregierung vor drei Jahren sind die Mietpreise um rund 20 Prozent gestiegen. „Die Tiroler:innen lieben es, hier zu leben. Aber immer mehr Menschen können es sich kaum noch leisten. Der Frust ist groß und die Erwartung an die Landesregierung eindeutig: Es braucht endlich wirksame Schritte, damit Wohnen wieder leistbar wird“, berichtet Gebi Mair von unzähligen Gesprächen mit Tiroler:innen.
Statt Maßnahmen wie die Baulandmobilisierungsabgabe einzuführen, Leerstand konsequent zu mobilisieren oder Vorrangflächen in den Gemeinden mit Nachdruck umzusetzen, werde nun sogar bei funktionierenden Förderungen der Sparstift angesetzt. Bekannt wurde zuletzt, dass die Wohnhaussanierungsförderung für 2026 gestoppt wurde.
„Die Wohnhaussanierungsförderung hilft Tiroler:innen dabei, Wohnungen zu sanieren und damit zusätzlichen Wohnraum auf den Markt zu bringen. Dass diese Förderung nun für 2026 gestoppt wird und alle Förderansucher:innen auf 2027 vertröstet werden, ist nicht hinzunehmen. Noch dazu ist völlig unklar, ob die Finanzierung 2027 überhaupt gesichert ist. Die Landesregierung lässt die Tiroler:innen beim leistbaren Wohnen im Regen stehen und will nicht anerkennen, dass die bisherigen Maßnahmen schlicht nicht ausreichen“, so Mair. Das Ausbleiben von Sanierungen habe zudem Folgen weit über den Wohnungsmarkt hinaus. „Wenn weniger saniert wird, spüren das auch die heimischen Handwerksbetriebe und letztlich die gesamte Tiroler Wirtschaft. Gleichzeitig wird das Wohnungsangebot weiter verknappt“, warnt Mair. Die Situation am Wohnungsmarkt sei bereits jetzt angespannt. „Der Wohnungsmarkt ist überhitzt. Statt gegenzusteuern, dreht die Landesregierung den Hitzeregler noch weiter auf.“
Besonders enttäuscht zeigt sich Mair von der SPÖ. „Viele Tiroler:innen hatten die Hoffnung, dass mit der SPÖ mehr Geld in der Geldbörse bleibt. Tatsächlich sind die Mietkosten aber noch stärker gestiegen. Wohnen sollte nicht mehr als 25 Prozent des Haushaltseinkommens verschlingen. Davon sind wir längst weit entfernt. Viele Menschen müssen inzwischen die Hälfte ihres Einkommens fürs Wohnen ausgeben. Da bleibt am Ende des Monats kaum noch etwas übrig. Vom Zukunftsversprechen Eigentum ganz zu schweigen. Die Landesregierung versteckt sich hinter Zahlen und Statistiken und verliert dabei den Blick dafür, wie es den Tiroler:innen tatsächlich geht“, kritisiert Mair.
Die Tiroler Grünen appellieren daher an die Landesregierung, beim Wohnen endlich alle Möglichkeiten auszuschöpfen. „Der Alltag der Menschen kann spürbar erleichtert werden. Dafür braucht es aber den Mut, stärker in den Markt einzugreifen, und neue innovative Ansätze. Beides lassen Schwarz Rot bislang vermissen. Das gilt auch für die Freizeitwohnsitze, bei denen weiterhin mit angezogener Handbremse agiert wird. Für uns Grüne ist klar: Junge Tiroler:innen sollen die Chance haben, sich hier ein Leben aufzubauen, so wie das auch in anderen Bundesländern möglich ist.“