Kampf gegen Freizeitwohnsitze endet nicht bei Grundverkehr
Kampf gegen Freizeitwohnsitze endet nicht bei Grundverkehr
Grüne: „Augen auf statt Augen zu bei illegaler Nutzung“
„Der Kampf gegen illegale Freizeitwohnsitze endet nicht beim Grundverkehrsgesetz“, stellt der Grüne Klubobmann Gebi Mair klar. „Bei einem Investoren-Appartmenthaus im Brixental ist es nicht gelungen, nachzuweisen, dass eine Kapitalgesellschaft für einen russischen Investor nur zur Tarnung gegründet wurde. Damit endet die Aufgabe des Landes aber nicht. Nun heißt es sicherzustellen, dass keine illegalen Freizeitwohnsitze entstehen“, so Mair.
Die Grünen erwarten auch von den Tourismusverbänden und ihren Obleuten, dass sie an einer Strategie für einen lebendigen Tourismus in Tirol mitarbeiten. „Wir brauchen gute Dienstleistung und keine leeren Betten bei Freizeitwohnsitzen. Das ist eine gemeinsame Aufgabe. Das Land Tirol muss gemeinsam mit den Gemeinden nun sicherstellen, dass im besagten Investorenhotel tatsächlich kein Freizeitwohnsitz entsteht“, so Gebi Mair. Die Eigennutzung für den russischen Investor – deutsche Kapitalgesellschaft hin oder her – ist nämlich gesetzlich untersagt. Gerade für einen Fall wie den in Hopfgarten im Brixental brauche es auch die Unterstützung des Landes für die Gemeinde, um sicherzustellen, dass nach dem Investment in ein Apartment nun tatsächlich kein illegaler Freizeitwohnsitz entsteht. Hopfgarten hat bereits eine Freizeitwohnsitzquote von 10,8% und es dürfen keine neuen Freizeitwohnsitze entstehen.