Sommerferien: Zerreißprobe für Eltern beginnt von Neuem
Sommerferien: Und die Zerreißprobe für Eltern beginnt von Neuem
Lange Schließzeiten und teure Sommercamps bringen Familien zusätzlich ins Schwitzen – Grüne pochen auf ganzjährige familienfreundliche Öffnungszeiten
Wenn Schüler:innen und Kleinkinder jubelnd das Bildungsgebäude verlassen, beginnt in vielen Orten für die Eltern erneut die stressigste Zeit im Jahr. Denn über den Sommer bieten nach wie vor viel zu viele Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen keine Sommerbetreuung an. Neun Wochen lang müssen Eltern noch mehr zwischen Arbeit und Familie jonglieren – allen voran Frauen. Tiroler:innen trifft es besonders hart, denn Tirol hinkt in den Betreuungszeiten sowohl in den Kindergärten wie auch der Schule im Bundesländervergleich hinterher, berichtet Nationalrätin Barbara Neßler: „Der Ausbau der Kinderbetreuung läuft viel zu schleppend. Das Thema wird von Bundes- wie Landesregierung immer noch als Randthema behandelt, nach dem Motto: ‚Die Mama wird’s schon richten.‘ Ich kenne viele Familien, für der Sommer zur Zerreißprobe zwischen all den Verpflichtungen wird. Die ÖVP und SPÖ lassen die Eltern in dieser Zeit zu sehr im Stich“, so die Grüne Nationalrätin.
Das fehlende Sommerprogramm im Ort für Kinder führe auch zu einer erheblichen zusätzlichen Mehrbelastung für Familien. „Private Sommercamp kosten schnell einige hundert Euro. Und meist bedeutet es für die Eltern zusätzlichen organisatorischen Stress, denn es gilt sich schnell anzumelden und meist sind die Angebote nicht wohnortnah, was zusätzlichen Aufwand bedeutet. Wir alle wünschen unseren Kindern einen traumhaften Sommer mit tollen Erlebnissen und neuen Erfahrungen. Die Rahmenbedingungen können aber nicht alleine auf die berufstätigen Eltern abgewälzt werden. Öffentliche leistbare Angebote gehören sollten Standard und keine Rarität sein“, so Arslan.
Gemeinsam fordern die Grünen, endlich den Turbo bei der Sommerbetreuung zu zünden. „Es ist höchste Zeit für eine ganzjährige und ganztägige Kinder- und Hortbetreuung, die planbar, leistbar und verlässlich ist. Die Bundesregierung, die Landesregierung und auch manche Bürgermeister:innen dürfen sich da nicht länger aus der Verantwortung stehlen.“