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25.03.2026 Presse

ÖBB-Pläne wie April-Scherz

Mann liest Zeitung

ÖBB-Pläne wie April-Scherz – Grüne wollen smarte Lösung statt Kund:innen-Vertreibung

Mair: „Es darf nicht dazu kommen, dass Fahrgäste im Zug gefangen sind“ – Landesrat Zumtobel in der Pflicht

 

„Den Zuggästen den Ausstieg bei ihrer Haltestelle zu verweigern, weil die S-Bahn leichte Verspätung hat, das klang für mich zuerst wie ein verfrühter April-Scherz. Dazu darf es nicht kommen. Statt Fahrgäste im Zug gefangen zu halten, um etwas Zeit gutzumachen, gibt es smartere Lösungen wie z. B. zusätzliche Zuggarnituren“, meldet sich der grüne Verkehrssprecher Gebi Mair zu den ÖBB-Plänen auf der beliebten S-Bahn-Strecke zwischen Jenbach und Telfs zu Wort.

 

Wie die Tiroler Tageszeitung heute berichtet, wolle die ÖBB bei Zugverspätungen Haltestellen entlang der Strecke einfach auslassen, um Zeit gutzumachen. Für die Fahrgäste bedeutet das, dass sie unfreiwillig bis zur Endstation weiterfahren müssen und erst bei der Rückfahrt aussteigen können.

 

Gebi Mair zeigt anhand eines Beispiels auf, was das für die Fahrgäste in der Praxis bedeutet: „Andrea S. steigt also wie gewohnt in den Zug, um in Inzing auszusteigen. Aber da die S-Bahn Verspätung hat, wird während der Fahrt verkündet, dass der Zug in Inzing einfach nicht stehen bleibt. Andrea muss also wie alle anderen Fahrgäste bis Telfs weiterfahren, dann warten, bis der Zug wieder zurück nach Inzing fährt, und darauf hoffen, dass der Zug nicht erneut Verspätung hat. Sie ist damit rund 30 Minuten länger unterwegs“, schildert Mair. Für die Strecke Richtung Jenbach können noch längere unfreiwillige Wartezeiten entstehen.

 

Ebenso betroffen sind alle Fahrgäste, die gerne zusteigen würden. Für Mair ein Unding: „Pünktlichkeit ist wichtig im öffentlichen Verkehr, aber Vertrauen ist noch wichtiger. Die Tiroler:innen müssen sich darauf verlassen können, dass die Züge an den angegebenen Haltestellen stehen bleiben“, fordert Mair ein Einstampfen der Pläne. Die Grünen machen Druck auf Landesrat Zumtobel, dass er dieses Kundenvertreibungsprogramm abwendet. „Der SPÖ-Landesrat ist aufgerufen, bei der ÖBB zu intervenieren und eine andere Lösung zu finden. Zusätzliche Zuggarnituren in Telfs und Jenbach könnten zum Beispiel extreme Verspätungen abfangen. Die Öffi-Nützer:innen müssen sich darauf verlassen können, dass die ÖBB die Fahrpläne einhalten. Vertrauen ist die wichtigste Währung im öffentlichen Verkehr“, so Mair.

Gebi Mair
Gebi Mair

Klubobmann, Landtagsabgeordneter, Landessprecher, Mitglied des Landesvorstands

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