Newsletter März 2026
Bericht Gemeinderat 26.3.2026 / Regionalbahn und Geh und Radweg / Gründung einer EEG / Grüner Antrag zur Verbesserung der Fahrradabstellanlagen / Rechnungsabschluss 2025
Gemeinderat 26.3.2026
IVB-Präsentation Regionalbahn bzw. Geh/Radweg Variante 3
Geschichte des Regionalbahnprojekt
- seit 20 Jahren (seit 2003) wurden mehrere Etappen umgesetzt – aktuell Technik bis Bahnhof Rum (Linie 2 und 5)
- Ziel ist es Fahrgäste am Beginn des Zentralraums abzugreifen und direkt die Ziele im Osten und Westen zu erreichen
- Das Angebot wird von Pendler:innen und auch intern im Gemeindegebiet Innsbruck und Rum sehr gut angenommen
- Der Ausbau bis zum Bhf. Kranebitten soll bis 2029 erfolgen
- Der Ausbau bis nach Völs soll bis 2032 umgesetzt werden (Verzögerungen wegen Harterhofgründen)
Konkret wird die Regionalbahn zweispurig bis zum Bhf. Kranebitten (in etwa dort wo jetzt der Parkplatz „Riml“ ist) geführt werden. Dafür ist ein neuer Kreisverkehr erforderlich und die Regionalbahn wird darüber auf einem Brückenbauwerk geführt. Auf diesem Brückenbauwerk wird südseitig auch ein Fuß/Radweg geführt.
Die Weiterführung der Regionalbahn nach Völs erfolgt über eine eigene Brücke über den Inn und die Autobahn, unterquert dann in einem Tunnel die Cyta-Zufahrt (beim Kreisverkehr, ähnlich wie jetzt der Fuß/Radweg), quert die „Bauhaus-Kreuzung“ auf Cyta-Niveau, steigt dann wieder an zur „Schuler-Haltestelle“, fährt auf der Landesstraße zwischen den M-Preis-Gebäuden durch, quert den Kreisverkehr beim Bahnhof ostseitig zur Haltestelle „Völs-Bahnhof“ und fährt noch bis Endhaltestelle westlich der Unterführung Kranebitterstraße. Geplant ist ein 10 Minuten-Takt nach Völs.
Die ursprünglich geplante Weiterführung des Fuß/Radweges auf der bestehenden Trasse hätte im Bereich des Cyta eine Eisenbahnkreuzung (Radweg würde mindestens alle 5 Minuten durch Schranken gesperrt werden), keine Entschärfung der „Haarnadelkurve“ auf Innsbrucker-Seite, keine Beleuchtung, keine ausreichende Breite und wie jetzt keine Verbesserung bei der „Bauhaus-Kreuzung“ gebracht. Bei diesen Planungen wären keine Kosten für Völs angefallen.
Bei der nun vorgeschlagenen „Variante 3“ würde der Fuß/Radweg vom Bhf. Kranebitten durchgehend südseitig und auf der Regionalbahnbrücke über den Inn geführt. Dadurch würde die Unterbrechung durch die Eisenbahnkreuzung wegfallen, eine durchgehende Beleuchtung möglich, eine Breite von 3,5m erreicht, geringere Steigungen möglich. Diese Variante 3 (Gesamtkosten ca. 1,5 Mio. EUR) erfordert aber einen Netto-Kostenbeitrag von Völs und Innsbruck und zwar für Völs ca. 216.000,- (186.000 für Bauwerk und 30.000 Grundablösen – ca. 500 m2 im Bereich Anbindung Innradweg). Die Gemeinde Völs müsste die Kosten in mehreren Tranchen vorfinanzieren (2027 bis 2032) und bekommt dann die Förderung des Landes (70%, mündlich bereits zugesagt) und des TVB.
Betreffend der Bushaltestelle oben auf der Landesstrasse gibt es seitens IVB nun eine verbesserten Vorschlag: die Erreichbarkeit vom und zum Cyta wird über ein eigenes Metallbauwerk realisiert.
Derzeit finden Grundverhandlungen auf Innsbrucker Seite statt, im 2. Quartal sollen Grundverhandlungen mit den Völser Grundeigentümern erfolgen, die Einreichungen und Behördenverfahren sollen 2026 starten, 2027 können vorbehaltlich Finanzierungsbeschlüssen und Rahmenbedingungen Vorarbeiten auf Innsbrucker Seite gemacht werden, 2028 wird von der ÖBB die Stützmauer in Völs beim Völser Bahnhof errichtet, 2029 soll der Bahnhof fertig gestellt werden, 2032 wäre die Regionalbahn bis Völs geplant.
Auch die Erhaltung/Sanierung des Geh/Radweges entlang des Brückenbauwerkes wird vom Land (aus heutiger Sicht) gefördert, wenn die Sanierung in Sanierungsschritten (alle 20 bis 30 Jahre) erfolgt.
Auf die Frage der Einhaltung der Kosten, antworten die IVB und der Vertreter des Landes (M. Ernst), dass die Planung mit Reserven erfolgt ist und bisher die Kosten stets unterschritten wurden! Bei mehr als 15% Kostenüberschreitungen muss die IVB das Einvernehmen mit den Gemeinden suchen.
Die Frage ob es eine für Völs kostenneutrale Variante gäbe, wird darauf hingewiesen, dass bei Variante2 zwar keinen Errichtungskosten anfallen, aber die Gemeinde für die Erhaltung der Eisenbahnkreuzung zuständig wären.
Seitens Land wird betont, dass die Variante3 sicher eine Verbesserung gegenüber dem Jetztsstand und auch gegenüber den anderen Planungsvarianten ist.
Fragen gibt es auch wie die Ampelregelung beim Kreisverkehr Bahnhof Völs sich auf das Gesamtverkehrsaufkommen in diesem Bereich (Staus) auswirkt). Seitens IVB wurden die Verkehrsströme analysiert und zu berücksichtigen ist, dass beide Ampeln (Kreisverkehr Bahnhof, Cyta-Kreuzung) gemeinsam gesteuert werden.
Die Entscheidung im Völser GR soll in einem der nächsten Sitzungen fallen.
Rechnungsabschluss 2025
Der Rechnungsabschluss 2025 wurde im Finanzausschuss vorbesprochen. Die Personalkosten sind ein wesentlicher Treiber der Ausgaben (ca. 30% aller Ausgaben!). Schwimmbad (Nettoabgang 260.000) und Eislaufplatz Nettoabgang 120.000) versuchen auch hohe Kosten. Dadurch, dass einige Umsetzungsprojekte nicht realisiert wurden („geschoben“ nach 2026) ist das Nettoergebnis um 2 Mio. EUR besser als budgetiert.
Der GR beschließt einstimmig den Rechungsabschluß 2025 und die Entlastung des Bürgermeisters.
Gründung einer EEG (Erneuerbaren Energie Gemeinschaft)
Der Bürgermeister bedankt sich bei Markus Einkemmer für die Vorarbeiten im Rahmen der Arbeitsgruppen. Dieser bedankt sich bei den Mitgliedern der Arbeitsgruppen für die gute Zusammenarbeit.
Die EEG soll in Form einer Genossenschaft gegründet werden. Eine Genossenschaft bedeutet zwar mehr Aufwand hat aber auch Vorteile bei zukünftigen Investitionen und der automatischen Kontrolle und Begleitung durch einen Genossenschaftsverband. Da es in Österreich bereits mehr als 3000 EEGs gibt, ist das Risiko, dass die EEG in Völs kein Erfolg wird sehr gering und auch die Strompreise werden eher steigen als fallen, was wiederum für eine EEG spricht.
Der Gemeinderat der Gemeinde Völs beschließt einstimmig:
- Die Gemeinde Völs beteiligt sich an der Gründung der „Erneuerbaren Energiegemeinschaft Völs eGen“ in der Rechtsform einer Genossenschaft im Rahmen des Raiffeisen Genossenschaftsverbandes. Der Name soll „EEG Völs eGen“ lauten.
- Die Gemeinde Völs zeichnet Geschäftsanteile an der Genossenschaft in Höhe von insgesamt € 6.000, – (600 Geschäftsanteile zu je € 10,-).
- In den Vorstand der Genossenschaft werden seitens der Gemeinde Völs folgende Mitglieder des Gemeinderates entsandt: Markus Einkemmer, Peter Ties, Peter Lobenwein, Silvia Pöhli, Herbert Strickner.
- Der Gemeinderat nimmt die vorliegende Satzung der „Erneuerbaren Energiegemeinschaft Völs eGen“ zur Kenntnis und befürwortet deren Inhalt ausdrücklich. Die Beschlussfassung über die Satzung erfolgt gemäß den genossenschaftsrechtlichen Bestimmungen durch die hierfür zuständigen Organe der Genossenschaft.
- Der Gemeinderat beschließt für die an der Erneuerbaren Energiegemeinschaft Völs teilnehmenden Zählpunkte (Gemeindeobjekte) wie alle anderen Mitglieder der Genossenschaft einmalige Beitrittsgebühren zu entrichten. Nach den in der Arbeitsgruppe erarbeiteten Entgeltvorschlägen betragen diese Beitrittsgebühren in Summe ca. € 600,-
Fahrradabstellanlagen Antrag Völser Grüne
Am 25.2.2025 (!) haben die Völser Grünen einen Antrag zur Verbesserung der Situation der Fahrrad-Abstellanlagen in Völs eingebracht (siehe Beilage). Mit dem Antrag wurden auch umfangreiche Erhebungen der Ist Situation erarbeitet und Verbesserungsvorschläge erarbeitet (siehe Beilagen).
In diesem Antrag werden folgende 4 Punkt gefordert:
- Verbesserung aktuelle Situation der Abstellanlagen bei Gemeindeobjekten
- Anwendung der Fahrrad-Abstellverordnung bei allen Bauvorhaben (ZB Bäcker Ruetz, Lidl)
- Überprüfung der Situation von Abstellanlagen auf Übereinstimmung mit aktueller Gesetzes- und Verordnungslage (zB Cyta)
- Information der Betriebe/Geschäfte über Verbesserungsmöglichkeiten von Fahrrad-Abstellanlagen (dort wo es keine gesetzliche Handhabe gibt)
Der Verkehrsausschuss hat sich einige Male damit befasst und befürwortet de Annahme dieses Antrages.
Der Antrag wird von GR einstimmig beschlossen
Anträge, Anfragen, Allfälliges
- Silvia Pöhli kritisiert, dass ohne eine entsprechende Verordnung und Konsultationen ein exklusiver Parkplatz für die Direktorin der Mittelschule ausgeschildert wurde und das eigentlich Amtsmissbrauch wäre.
- Bernard Vantsch urgiert Nutzungsverträge für die Klotz-Häuser.
- Herbert Strickner fragt ob wir nun ein Vereinshaus III haben (Aussendung der Faschingsgilde betreffend Feier in den Klotz-Häusern). Lt. Bgm. gibt es kein Vereinshaus III:
- Tarek Ayoub fragt den Bgm. ob er betreffend der Anfrage zur Deponie Völs eine Antwort erhält. Lt. Bgm. wird dies mit dem Anwalt abgeklärt.
- Markus Einkemmer lädt alle GRe zur Informationsveranstaltung der Universität Innsbruck betreffend Neophytenerhebung am 16.4. im Mehrzwecksaal der Mittelschule ein.
- Alex Faccinelli möchte wissen warum die PV-Anlage bei der Feuerwehr (bereits im Budget 2025 vorgesehen) noch nicht errichtet wurde. Lt. Bgm soll die Anlage 2026 errichtet werden.
Die Berichte aus dem Gemeinderat sind eine subjektive Zusammenfassung und Auflistung jener Themen die wir als berichtenswert ansehen. Teilweise sind diese Berichte ausführlicher, teilweise kürzer als das Sitzungsprotokoll. Auf der Homepage der Gemeinde Völs sind die Sitzungsprotokolle abrufbar. https://www.voels.at/Gemeindepolitik/Sitzungsdienst/Sitzungsprotokolle
Mit freundlichen Grüßen
Markus Einkemmer