Newsletter Feber 2026
Vorankündigung März und April Gemeinderat / Bericht Gemeinderat 25.2.2026 / Status Deponie Vellenberg / Grüne wählen Spitzenkandidat:In / Informationen aus Land und Bund
Vorankündigung März Gemeinderat
Am 25. März (Feuerwehhaus, ab 19:30) wird im GR die IVB die Radwegvariante „Führung Rad/Fußweg entlang der Regionalbahntrasse“ vorstellen.
Das Zusehen und Zuhören ist für alle BürgerInnen möglich!
Gemeinderat 25.2.2026
Umwidmung, Raumordnungsvertrag und Bebauungsplan im Gewerbegebiet zwischen Feuerwehr und M-Preis
Hier soll für die Ansiedlung eines Gewerbebetriebes (Fa. Breuss, Busunternehmen) auf einer Fläche von ca. 6900m² eine Umwidmung von Freiland auf Sonderfläche mit Teilfestlegungen erfolgen. Das Busunternehmen wird zukünftig im Auftrag des VVT unterwegs sein. Es soll ein Bürogebäude inkl. Werkstatt und Parkmöglichkeit für 35 Busse und 6 Elektrobusse errichtet werden.
Zum Gießen hin wird ein 12 Meter unverbaubarer Schutzstreifen gewährleistet. Weiters wird ein sog. Solar-Grün-Dach vorgeschrieben. Zusätzlich wird auch einen Raumordnungsvertrag abgeschlossen, in dem sich der Betrieb verpflichtet mindestens 80 Vollzeitarbeitsplätze zu schaffen, bzw. den dadurch fälligen Kommunalsteuerbetrag zu bezahlen und eine fristgerechte Fertigstellung wird festgelegt. Es ist das erste Mal in Völs, dass ein derartiger Raumordnungsvertrag abgeschlossen wird.
Die Umwidmung, der Bebauungsplan und der Raumordnungsvertrag werden vom GR einstimmig beschlossen.
Seitens der Völser Grünen wird die Anwendung eines solchen Raumordnungsvertrages begrüßt. Zukünftig sollten wir einen Richtlinie erarbeiten, dass Völs bei Gewerbeansiedlungen eine bestimmte Mitarbeiteranzahl pro Grundfläche fordert
Neubesetzung Ausschüsse der Völser Grüne
Anlässlich des Endes der befristeten Beurlaubung von Martina Taferner wird dem GR die geänderten Ausschussbesetzung zur Kenntnis gebracht.
Antrag Wir für Völs – Bereitstellung Sammelbehälter für Altbatterien bei Sammelinseln und Wohnanlagen
Motivation für den Antrag war, dass es in letzter Zeit immer häufiger zu Bränden in Recyclinghöfen oder Lagerstätten durch falsch entsorgte Lithium-Ionen-Akkus gekommen ist. Es gibt leider keine Standardlösungen für eine dezentrale Sammlung von solchen Akkus. Umweltausschussobmann Markus Einkemmer berichtet, dass es Vorgespräche mit der Landesbrandverhütung, der Elektroaltgeräte-Koordinierungsstelle, mit diversen Firmen, anderen Gemeinden und der TIGEWOSI gegeben hat. Problematisch sind Lithium-Ionen-Akkus durch deren zusätzliche Brandlasten, deshalb ist eine konzentrierte Sammlung in Wohnanalgen eher nicht sinnvoll. Im Umweltausschuss hat man sich auf einen Ausstattung der Sammelinseln mit metallischen Sammelbehältern geeinigt. Die Stadt Schwaz hat derartige Metallbehälter im Einsatz. Die Kostenliegen etwa bei 700€ pro Behälter und können aus dem Abfallbudget finanziert werden.
Seitens GR Strickner werden Bedenken bez. Brandgefahr in den Holzverschalten Sammelinseln mit großer Brandlast geäußert und es soll geklärt werden wie es bez. einer Haftung gegenüber Personen ausschaut. Für GR Facchinelli (WFV) ist es das Ziel Akkus aus dem Restmüllkreislauf zu bringen. Vbgm Pöhli sieht diese Maßnahme als sehr sinnvoll, da mehr an Service für die BürgerInnen und immer noch besser als im Hausmüll. GR Vantsch möchte die Haftungsfrage unbedingt abgeklärt wissen.
Der GR beschließt einstimmig solche Sammelbehälter für Akkus anzuschaffen
Heizkostenzuschuss
Der Beschluss des Heizkostenzuschuss für 2025/26 erfolgt einstimmig
Bericht des Bürgermeisters:
- In der Märzsitzung wird einen Präsentation der IVB zum Radweg entlang der Regionalbahn erfolgen. Im GR müsse dann noch die Vorfinanzierung der zusätzlichen Kosten beschlossen werden (die Förderung kommt dann von Land und TVB), die Räumung erfolgt wie beim jetzigen Radweg, es entstehen für Völs allerdings zusätzliche Kosten durch eine Grundablöse auf Völser Seite: ca 700 m² – was das wirklich in Summe kosten wird ist noch unklar à Info dazu im März Gemeinderat
- Im April Gemeinderat wird die ASFINAG zu Lärmschutz im Bereich von Völs berichten. Eine Einhausung der Autobahn ist eher unwahrscheinlich, da eine hohe Beteiligung der Gemeinden notwendig wäre.
- Völser Teich – Meldung dass Giftköder ausgestreut wurden – zwei Hunde sind gestorben
Anträge/ Allfälliges
Antrag GR Strickner für eine EInbahnregelung Greidfeld
Der Weg Greidfeld ist nur 2,9 – 2,3 Meter breit und es ist kein Gehsteig vorhanden, Begegnungsmöglichkeiten sind schwierig , eine EInbahnregelung wäre daher das Ziel
Bericht Arbeitsgruppe EEG von Markus Einkemmer
Die Auswahl des EDV Dienstleister ist erfolgt, Die Genossenschaftsgründung könne demnächst erfolgen, einen Vorab-Interessentensuche unter PV-Analgenbesitzern wurde bereits gestartet. Optimal wäre im März-GR die erforderlichen Beschlüsse zu fassen.
Schriftliche Anfrage der Völser Grünen – Deponie Vellenberg
Die Grünen haben eine schriftliche Anfrage eingebracht in der sie wissen wollen ob die Einreichung der Deponie in Übereinstimmung mit dem Vertrag zwischen der Gemeinde und dem Betreiber erfolgt ist. Konkret geht es ob der Bürgermeister bzw. der Amtsleiter die Projekteinreichung abgesegnet hat, obwohl diese nicht dem Vertragskonform ist. Im Vertrag mit dem Betreiber ist nämlich festgelegt, dass der Forstweg durchgehend nutzbar sin muss. Lt. Bürgermeister werden unklare Sachen anwaltlich geklärt.
Vizebürgermeisterin Silvia Pöhli
· bedankt sich bei Markus Einkemmer für die fachliche exzellente und überparteiliche Arbeit in der EEG Arbeitsgruppe
· informiert aus dem Sonderbauausschuss – das Projekt Bildungsstandort Dorf wurde jetzt ausgeschrieben, wir sind in der 2. Stufe im Vergabeverfahren
· Forstweg – Deponie: lt. Vertrag mit der Gemeinde muss dieser durchgehend begehbar sein
· Ihre Anfrage vom 17 September 2025: welche Verkehrs -Verordnungen gelten wo, wurde noch immer nicht beantwortet
· die letzte Stellenausschreibung war komplett falsch und ungesetzlich: „Bademeister und Badkassierin“, so geht das nicht, ist nicht geschlechtsneutral!
GR Vantsch fragt
- wie es beim Völser Badl mit Personal ausschaut – Lt. Bürgermeister noch nicht so gut
- betreffend Sonnenschirme fürs Badl: lt. Bgm sind keine im Budget 2026 vorgesehen– waren 2025 im Budget- wurden nicht angekauft, 2026 nicht mehr im Budget – Bademeistern wollen das nicht mehr machen Bürgermeister will hier nicht den Mitarbeitern vorschreiben.
Deponie Vellenberg
Am 3.2. fand die mündliche Verhandlung statt. Zu den bisher bekannten Fakten
- Sehr große Bodenaushubdeponie (ca. 370.000 m3)
- Befüllungszeitraum=Betriebszeitraum 15 Jahre (!)
- Betriebszeiten Montag bis Freitag von 07.00 bis 19.00 Uhr und Samstag von 07.00 bis 15.00 Uhr
- Während der Betriebszeiten Zu- und Abfahrten und Arbeiten mit schwerem Gerät in der Deponie
- Der Forstweg von Völs nach Götzens wird in den ersten Monaten nicht benutzbar sein, für 6 Monate nur stundenweise nutzbar und während der gesamten Betriebsdauer der Deponie (15 Jahre) direkt an der Deponie entlang geführt
- Die Hauptzufahrt erfolgt über die Götznerstraße, Vorbereitungsarbeiten erfolgen aber auch über den nördlichen Forstweg
- Es erfolgen bis zu 40 LKW-Zu- und Abfahrten (das sind 80 LWK-Fahrbewegungen) pro Tag
- Ausgleichsmaßnahmen (wegen Auswirkungen der Deponie) nicht vor Ort, sondern in Kematen am Völser Gießen
gibt es ein paar neue Erkenntnisse
- Manche Zusicherungen an Grundbesitzer wurden zurückgezogen
- Dass Forstweg zeitweise gesperrt wird, entspricht nicht dem Vertrag zwischen der Gemeinde Völs und dem Betreiber
- Es wird der Bedarf angezweifelt, da es noch einige Deponien mit jahrelangen Restlaufzeiten gibt
- Lt. Naturschutzgutachten kommt zu erheblichen Beeinträchtigung von Fauna und Flora, Landschaftsbild und Lebensraum geht auf 65 Jahre verloren (15 Jahre Deponie plus 50 Jahre Wachstumsphase)
- Es werden dauernd 7000 m2 der Deponie offen (sichtbar) bleiben – massive Beeinträchtigung des Landschaftsbildes
Die Projektunterlagen und die zahlreichen Einsprüche werden jetzt vom Land Tirol geprüft.
Wir informieren wenn es weitere Neuerungen gibt.
Grüne wählen Spitzenkandidat:In
Für die Landtagswahlen 2027 beginnen schon jetzt langsam die Vorbereitungen. So wählen die Grünen noch heuer den/die SpitzenkandidatIn (siehe Ausschreibung als Beilage)
Informationen aus Land und Bund
Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduzieren
Die Tiroler Grünen fordern, dass jetzt Maßnahmen erforderlich sind um möglichst rasch die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren, zB. durch Solaranlagen auf allen Großparkplätzen, Schaffung von Speicherkapazitäten statt langfristiger Projekte mit jahrzehntelanger Bauzeit und massiven negativen Auswirkungen auf die Umwelt.
Der Gast hat ein Recht zu erfahren, woher das Schnitzel am Teller kommt!
Die Grünen machen uns seit Jahren für die Herkunftsbezeichnung stark. Und wer blockiert? Es ist die ÖVP, der auch der ÖVP-Bauernbund angehört. Für uns ist klar: Der Gast soll endlich ein Recht haben zu erfahren, woher die Zutaten für sein Schnitzel oder die Kasspatzln kommen“, so die Grüne Landwirtschaftssprecherin Petra Wohlfahrtstätter.
Wipptalradweg: Strecke bleibt über Jahre eine Zumutung für alle Radfahrer:innen
„Wenn man die Erwartungshaltung gegen null senkt, dann kann man der Ankündigung eines echten Radwegs von Matrei zum Brenner bis 2034 etwas Positives abgewinnen. Aber 8 Jahre Bauzeit für ca. 16 km Strecke – das kann doch nicht der Anspruch im Land sein. Es zeigt, wie stiefmütterlich Radwege in Tirol immer noch behandelt werden. Nur zum Vergleich: Das 600 Millionen Euro teure Fernpasstunnelprojekt wird in nicht einmal 5 Jahren inklusive Mautstationen realisiert“, ordnet der Grüne Mobilitätssprecher Gebi Mair die Freudenmeldung von LHStv. Philipp Wohlgemuth und Planungsverbandsobmann Florian Riedl ein.
Petition zur Einführung einer Erbschaftssteuer
Unser Modell ist einfach und fair: Es nimmt Erbschaften bis zu einer Million komplett aus (Freibetrag), aber sorgt dafür, dass Superreiche einen fairen Beitrag für alle zahlen. Je höher das geerbte Vermögen, desto höher soll die Steuer sein. Wer zig Millionen hat, kann schließlich auch einen größeren Beitrag leisten. Wer einen kleinen Geldbetrag oder das Eigenheim der Familie erbt – oder einen Bauernhof bzw. den kleinen Familienbetrieb übernimmt – wäre ausgenommen.
https://gruene.at/superreichebesteuern/
Die Berichte aus dem Gemeinderat sind eine subjektive Zusammenfassung und Auflistung jener Themen die wir als berichtenswert ansehen. Teilweise sind diese Berichte ausführlicher, teilweise kürzer als das Sitzungsprotokoll. Auf der Homepage der Gemeinde Völs sind die Sitzungsprotokolle abrufbar. https://www.voels.at/Gemeindepolitik/Sitzungsdienst/Sitzungsprotokolle
Mit freundlichen Grüßen
Markus Einkemmer