Hoher Frauentag: "Danke an alle Mamas"
Hoher Frauentag - landesüblicher Empfang mit besonderem Dank an alle Mamas
Grüne Banner-Aktion sorgt nach Stocker-Sager für Aufsehen – Forderung nach mehr Kinderbetreuung, faire Aufteilung der Care-Arbeit und staatliche Anrechnung
Die Grüne Frauensprecherin Zeliha Arslan sieht den Hohen Frauentag als idealen Tag um im Bewusstsein zu verankern, dass ohne Frauen das österreichische Gesellschaftssystem in sich zusammenbrechen würde. „Die ÖVP spricht ständig von Leistung – meint damit aber offenbar vor allem das, was sich vererben lässt. Der Sager des Bundeskanzlers war deshalb kein bloßer Versprecher, sondern Ausdruck eines Weltbildes. Unbezahlte Care-Arbeit gilt für die ÖVP nicht als Leistung, solange sie vor allem von Frauen erbracht wird. 96 Stunden arbeiten Mütter in diesem Land pro Woche. Das Wort, dass dem Bundeskanzler nicht einfällt wäre: DANKE“, so Arslan.
Die Entschuldigung von Bundeskanzler Stocker ist für die ebenfalls anwesende Nationalrätin Barbara Neßler viel zu wenig. „Action speaks louder than words. Wenn die ÖVP es ernst meint, dann zündet sie endlich bei der Kinderbetreuung den Turbo. Hier wird nach wie vor mit angezogener Handbremse agiert. Gerade in Tirol entscheidet immer noch die Postleitzahl darüber, ob Familien Vollzeit arbeiten können oder nicht“, so die Grüne Familiensprecherin.
Die Grünen rufen in Erinnerung, dass die allermeiste Care-Arbeit immer noch von Frauen geleistet werde. „Die Mama wird’s schon richten darf nicht länger die Einstellung sein. Es sind viel mehr politische Anreize zu setzen, dass Halbe-Halbe Realität wird. Denn Frauen zahlen sonst den Preis – von der geringeren Pension über geringeren Verdienst und weniger Aufstiegsmöglichkeiten“, so Neßler.

