19.03.2026
Presse
Gewessler in Kitzbühel: Faire Steuern und Unterbürg-Lob
Gewessler in St. Johann: „Der Einsatz für den Erhalt von Unterbürg ringt mir großen Respekt ab“
Grüne Bundessprecherin Leonore Gewessler mit Landessprecher Gebi Mair auf Stippvisite in Kitzbühel
Einen Tourstopp legte die grüne Bundessprecherin Leonore Gewessler diese Woche in Kitzbühel ein. Die Grünen rühren die Werbetrommel für einen fairen Beitrag der Superreichen in Österreich, um der gesellschaftlichen Schieflage entgegenzuwirken. „Die Bundesregierung kürzt auf dem Rücken der Mitte der Bevölkerung. Gleichzeitig verschont sie die Superreichen im Land. 35.000 Menschen haben unsere Petition schon unterschrieben, weil sie das ungerecht finden und wollen, dass die Millionen- und Milliardenerb:innen im Land endlich einen fairen Beitrag leisten“, wirbt Gewessler für eine Millionärssteuer.
Bei einem Lokalaugenschein im Freizeitwohnsitz-Eldorado Kochauweg in Aurach zeigte sich für Landessprecher Gebi Mair eindrücklich, dass die Kluft zwischen ganz reich und ganz arm einen kritischen Punkt erreicht hat. „Das Problem ist nicht der Geldadel an sich. Das Problem ist, dass die allermeisten Österreicher:innen den Großteil der Steuerlast tragen, während es sich die Überreichen so einrichten, dass sie möglichst gar nichts zum Gemeinwohl beitragen. Das muss sich ändern“, so Mair.
Ein besonderes Anliegen war es der grünen Bundessprecherin Gewessler, den Mitstreiter:innen der Bürgerinitiative von St. Johann persönlich für den Erhalt der landwirtschaftlichen Vorrangfläche in Unterbürg zu danken. „Euer Einsatz für den Erhalt von Unterbürg ringt mir großen Respekt ab. Ich habe mitbekommen, welche Hürden euch in den Weg gelegt wurden und wie ihr dennoch für den Erhalt der wertvollen Grünfläche eingestanden seid – mit Erfolg. Es sind die vielen Erfolge und Fortschritte im Kleinen, die am Ende den Unterschied ausmachen, wie lebenswert es im Ort ist“, so Gewessler.
Gebi Mair strich hervor, welche Strahlkraft das Ergebnis der Volksbefragung inklusive Rechtsstreit mit ÖVP-Bürgermeister Stefan Seiwald im ganzen Land hat. „Das war nicht nur ein Sieg für den Erhalt der Natur. Es war auch ein Sieg für die Demokratie und Mitbestimmung im Land. Diese Volksbefragung ist der ÖVP hoffentlich eine Lehre, dass man die Bevölkerung nicht mundtot machen kann“, sagt Mair, der abschließend darauf hinweist, dass die Grünen Mitbestimmung einfacher zugänglich machen wollen. „Volksbefragungen müssen bürokratisch entrümpelt werden. Allein das Prozedere im Vorfeld ist eine einzige Schikane. Statt Identitätsfeststellung via ID Austria muss man zum Notar oder auf die Gemeinde. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Hier wollen wir eine praktikable und bürgernahe Lösung für die Tiroler:innen erreichen“, kündigt Mair Initiativen im Tiroler Landtag an.