Gastpatient:innen-Debatte symptomatisch für Reformstau
Gastpatient:innen-Debatte symptomatisch für Reformstau
Wohlfahrtstätter: „Jede Woche wird ein neuer Vorschlag ventiliert – ohne dass die Patient:innen tatsächlich eine bessere Versorgung haben“
Das österreichische Gesundheitssystem stecke im Schrebergartendenken der unterschiedlichen Player fest. „Die ursprüngliche Prämisse „Finanzierung aus einer Hand“ war richtig. Damit würden sich ganz viele Probleme lösen – auch jenes der Gastpatient:innenverechnung. Dass so eine Reform nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann und es Zwischenschritte benötigt ist klar, aber das eigentliche Ziel wurde längst aus den Augen verloren“, bilanziert die Grüne Landtagsabgeordnete.
Das verschachtelte Konstrukt der aktuellen Gesundheitsfinanzierung müsse mittelfristig entflechtet werden. „Das ist auch die klare Handlungsanleitung der Studie, die Landeshauptmann Mattle in Auftrag gegeben hat“, erinnert Wohlfahrtstätter. Sollte auch die Gastpatient:innen-Direktverrechnung keine Zustimmung finden, sei die Reformpartnerschaft endgültig gescheitert. „Meine Hoffnung, dass die Österreicher:innen bald im Alltag eine bessere Versorgung im Gesundheitsbereich erleben werden, ist sehr gering“, schließt Wohlfahrtstätter.