Fernpass Gutscheine: „Außerfern:innen sind nicht käuflich“
Fernpass Gutscheine: „Außerfern:innen sind nicht käuflich“
Beantragung von Gutscheinen aufgrund der Maut nur allzu verständlich – Mattle sorgt mit Demokratieaussagen für Kopfschütteln
Dass die getarnten Maut-Gutscheine der Landesregierung von den Außerferner:innen zahlreich angenommen werden, ist für die Grüne Bezirkssprecherin Margut Dablander wenig verwunderlich. „Klar werden die Gutscheine entgegengenommen. Immerhin tragen wir ja die ganze Belastung, und bei den meisten werden die Gutscheine so oder so wieder in die Maut zurückfließen. Es wäre aber ein Irrglaube, wenn man von der Inanspruchnahme der Gutscheine auf Zustimmung zum Fernpasspaket schließt“, führt Dablander aus. „Das hätten ÖVP und SPÖ gerne. Aber Außerferner:innen sind nicht käuflich.“
Persönlich werde Dablander den Gutschein ebenso beantragen und ihn direkt für einen guten Zweck spenden. „Ich werde es der Bürgerinitivate für Aktionen und Protestmaßnahmen gegen das Fernpasspaket spenden. Das wird Landeshauptmann Mattle wenig freuen, aber mit dem Fernpasspaket macht er uns ja auch keine Freude“, sagt Dablander. Die Bürgerinitiative selbst hat angeregt die Gutscheine für soziale Vereine im Bezirk zu spenden, so kein Eigenbedarf besteht.
Auf den Landeshauptmann ist die Grüne Bezirkssprecherin und Reuttener Gemeinderätin angesichts der jüngsten Aussagen bei der 100-Jahr-Feier der Zugspitzbahn ohnehin nicht gut zu sprechen. Anton Mattle sagte dort: „Mitbestimmung und Beteiligung ist der wesentliche Teil einer funktionierenden Demokratie.“ Dem stimmt die Grüne Bezirkssprecherin inhaltlich zu. Für Kopfschütteln sorgt allerdings, dass genau diese Mitbestimmung beim Fernpasspaket von der Landesregierung abgelehnt wurde. „Wasser predigen und Wein trinken. Das ärgert mich wirklich. Denn eine Volksbefragung oder sogar eine Volksabstimmung im Bezirk hätte der Landesregierung vor Augen geführt, dass die Mehrheit eine Reduktion des Verkehrs möchte und nicht eine Attraktivierung durch den Fernpassscheiteltunnel“, so die Grüne.