Direktbusse nach Osttirol verdoppeln
Grüne: Landesregierung muss Direktbusse nach Osttirol 2024/25 verdoppeln
Pustertalbahn wird 2024/25 ein ganzes Jahr lang voll gesperrt
Der Grüne Klubobmann Gebi Mair ist alarmiert über drohende Öffi-Verschlechterungen zwischen Osttirol und dem Tiroler Zentralraum. „Die Südtiroler Landesregierung und der Schienennetzbetreiber Rete Ferroviaria Italiana planen ab Winter 2024 eine Sperre der Pustertalbahn für ein ganzes Jahr. Damit droht eine verschlechterte Verbindung zwischen Osttirol und dem Tiroler Zentralraum.“
Die Sperre der Pustertalbahn passiert im Rahmen der Errichtung der Riggertalschleife nach Brixen. Im Zuge dieses Neubaus soll die gesamte Pustertalbahn auf das Zugleitsystem ETCS aufgerüstet werden. Dies will man nicht im laufenden Betrieb machen, sondern eine Vollsperre über ein ganzes Jahr in Kauf nehmen. Derzeit werden zwischen Innsbruck und Lienz täglich 4 direkte Busverbindungen angeboten, aber gleich 11 Zugverbindungen mit Umsteigen.
„Südtirol will einen Schienenersatzverkehr für die Zeit der Vollsperre im Pustertal sicherstellen. Damit die Verbindung zwischen Osttirol und dem Tiroler Zentralraum in einer angemessenen Zeit sichergestellt wird, braucht es aber auch unbedingt einen Ausbau der Direktverbindungen zwischen Innsbruck und Lienz.“ Der Grüne Klubobmann Gebi Mair fordert daher zumindest eine Verdoppelung der Direktbusse zwischen Lienz und der Landeshauptstadt. 8 tägliche direkte Busverbindungen seien für die Zeit der Vollsperre der Bahnstrecke unbedingt notwendig. Ansonsten könnte die Qualität der Verbindungen nicht garantiert werden.
„Öffi-Nutzer*innen dürfen keine Fahrgäste zweiter Klasse sein. Und Osttiroler*innen auch nicht. Deshalb ist Verkehrslandesrat René Zumtobel gefordert, hier eine Alternative während der Bahnsperre anzubieten. Ich erwarte mir einen Vorschlag der Landesregierung, wie die Mobilität für Osttirol sichergestellt werden kann“, so Gebi Mair. Umweltfreundliche Mobilität als Band zwischen der Landeshauptstadt und Osttirol sei zu stärken, ansonsten sei zu befürchten, dass Menschen wieder aufs Auto umsteigen und damit Stau und Umweltbelastung im Pustertal noch weiter ansteigen.