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06.03.2026 Presse

Geld bei Sport-Nachwuchs fehlt, für Profi-Golfevents da

Mann liest Zeitung

Mair: "Beim Sport-Nachwuchs fehlt's, für Profi-Golfevents ist das Geld da"

Grüne wundern sich über sozialdemokratische Sport-Schwerpunkte

 

 

 

„Wenn der Tourismus glaubt, dass ein Golfturnier für Tirol eine wichtige Sache ist, dann ist das eine Sache. Aber das knappe Sportförderbudget des Landes dafür auszuräumen, ist eine ganz andere Angelegenheit“, wundert sich der Grüne Klubobmann Gebi Mair über die sozialdemokratischen Sport-Schwerpunkte im Land, wie die Tiroler Tageszeitung heute berichtet. Während SPÖ-Landeshauptmannstellvertreter Philip Wohlgemuth ein Profi-Golfevent in Kitzbühel fördert, wollen die Grünen die Sportfördermittel des Landes lieber in der Nachwuchsarbeit und im Breitensport sehen.

 

Auch für die Sozialvereine des Landes, für die Schuldenberatung und Kinder die Schulassistenz benötigen, müsse die Förderpolitik des Landes wie ein Hohn wirken. „Angeblich ist für nichts Geld da, aber für ein Profi-Golfturnier geht es sich immer noch aus“, so Mair.

 

Auch mit der Sporteventstrategie des Landes selbst passe das geförderte Golf-Event nicht zusammen, so die Grünen. In der Strategie wird insbesondere die Nachhaltigkeit und die Wirkung von Events auf der Breitensport und einen aktiven Lebensstil betont. „Wie ein Golfturnier in Kitzbühel für die Schönen und Reichen eine positive Auswirkung auf einen aktiven Lebensstil der Tirolerinnen und Tiroler haben soll, das muss mit der Sportlandesrat erst einmal erklären. Noch dazu wo es der Nachwuchsarbeit im Golf selbst an Unterstützung durch das Land mangelt. Und von der fehlenden und versprochenen Sport-Infrastruktur wie einem 50 Meter Schwimmbecken des Landes wollen wir einmal gar nicht reden. Man merkt sehr deutlich, wie auch im Sport die Anliegen der Einheimischen unter die Räder kommen während die Landesregierung der High Society den roten Teppich ausbreitet. Aber vielleicht ist das ja eine Strategie, die Freizeitwohnsitze in der Region für einige wenige Tage im Jahr besser zu füllen“, kann sich Mair einen Seitenhieb auf die ÖVP-interne Diskussion zum Thema Freizeitwohnsitze nicht verkneifen.

 

„Für uns Grüne bleibt jedenfalls klar: die Sportförderung soll zielgerichtet für sportpolitische Ziele eingesetzt werden. Der Tourismus hat selbst ausreichend Geld, um derartige Events an Land zu ziehen wenn sie glauben dass das Tirols Tourismus nachhaltig absichert.“

Gebi Mair
Gebi Mair

Klubobmann, Landtagsabgeordneter, Landessprecher, Mitglied des Landesvorstands

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