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20.03.2026 Presse

Vorwürfe im BKH Lienz: Grüne fordern volle Aufklärung

Mann liest Zeitung

Vorwürfe im BKH Lienz: Grüne fordern volle Aufklärung

Wohlfahrtstätter: „Da kann nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen werden“

 

 

Die Tiroler Grünen fordern nach den bekannt gewordenen Vorwürfen aus der Belegschaft des Bezirkskrankenhauses Lienz umfassende Aufklärung durch ÖVP Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele. In einem Schreiben werden unter anderem mögliche Fehldiagnosen, Personalmangel sowie strukturelle Probleme in der Zusammenarbeit geschildert, wie der ORF Tirol heute berichtet. „Das sind keine kleinen Verfehlungen. Das ist ernst zu nehmen und hier darf nicht zur Tagesordnung übergegangen werden“, so die Grüne Gesundheitssprecherin.

 

„Wenn Beschäftigte aus Angst um ihren Job anonym auf Missstände hinweisen, ist das ein klares Warnsignal“, so die Gesundheitssprecherin Petra Wohlfahrtstätter weiter. Gerade im sensiblen Bereich der Gesundheitsversorgung müsse jeder Hinweis auf mögliche Behandlungsfehler und Qualitätsprobleme lückenlos geprüft werden.

 

Aus Sicht der Grünen zeigt der Fall einmal mehr, wie eng Patientensicherheit mit guten Arbeitsbedingungen verknüpft ist. „Personalmangel, hohe Belastung und Konflikte zwischen Hierarchieebenen sind kein internes Problem, sondern wirken sich direkt auf die Qualität der Versorgung aus. Wer hier wegschaut, gefährdet Vertrauen und Gesundheit gleichermaßen“, so Wohlfahrtstätter.

 

Kritisch sieht sie auch den Umgang mit den Vorwürfen: „Anonyme Hinweise pauschal als ‚unqualifiziert‘ abzutun, greift zu kurz. Es braucht eine unabhängige und transparente Prüfung, die sowohl Patient:innen als auch Mitarbeiter:innen ernst nimmt.“

Die Grünen fordern daher eine rasche und umfassende Aufklärung durch das Land Tirol sowie konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und zur Sicherstellung der Versorgungsqualität. „Es geht hier nicht um Schuldzuweisungen, sondern um Verantwortung. Patient:innen müssen sich darauf verlassen können, bestmöglich behandelt zu werden – und das Personal braucht Rahmenbedingungen, die genau das ermöglichen“, sagt Wohlfahrtstätter.
Petra Wohlfahrtstätter
Petra Wohlfahrtstätter

Landtagsabgeordnete, Delegierte zum Erweiterten Landesvorstand (Klub)

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