Transit: Wo bleibt die Kontrollstelle Sterzing?
Transit: Wo bleibt die Kontrollstelle Sterzing?
Mair: „Statt unkonkrete Forderungen nach Brüssel zu richten, sollte Landesrat Zumtobel besser Druck auf Südtirol machen und die Blockabfertigungen ausweiten, nicht reduzieren“
„Die Landesregierung legt beim Transit die immer gleiche Platte auf, während den Tiroler:innen immer noch mehr LKW vor der Haustür vorbei donnern. Statt unkonkrete Forderungen nach einer Verlagerungsgarantie nach Brüssel zu richten, die nie über eine Schlagzeile hinaus ernsthaft politisch vorangetrieben werden, sollte sich SPÖ Landesrat Zumtobel besser konkreten Druck auf Südtirol für die Kontrollstelle Sterzing machen. Denn die Erfahrung zeigt: je mehr und genauer kontrolliert wird, desto eher machen Frächter um Tirol einen Bogen oder weichen auf die Schiene aus“, erwartet sich der Grüne Verkehrssprecher Gebi Mair von der Landesregierung Taten. Südtirol habe vor einer „halben Ewigkeit“ die Kontrollstelle in Sterzing angekündigt. Die Umsetzung lasse immer noch auf sich warten.
„Wir haben selbst nur wenige Mittel in der Hand. Die müssen wir ausreizen – das machen wir im Moment zu wenig. Kontrolldruck erhöhen, Blockabfertigung auch auf dem Brenner einführen und zudem die Tage ausweiten statt reduzieren“, fordert Mair. Während 2024 noch 40 Tage vorangekündigt wurden, waren es 2025 nurmehr 36 Tage. Für 2026 sind gar nur mehr 30 Tage gemeldet. „Statt die Blockabfertigung aufgrund des Dauerstaus auf der A12 um 25 Prozent anzuheben, verringert die Landesregierung die Tage um 25 Prozent. Das ist die komplett falsche Richtung. Die Landesregierung öffnet damit die Transit-Schleuse an 10 weiteren Tagen statt für 20 zusätzliche Tage für Entlastung und eine Verlagerung zu sorgen“, zeigt Mair auf, dass die Landesregierung selbst zu keiner Verlagerung beitrage.
Abschließend verweist Mair auf den Stillstand bei der Einführung eines digitalen Buchungssystems SLOT. „Vor über 1000 Tagen wurde feierlich die Kufstein-Erklärung abgegeben. Seither ist nichts passiert. Dabei wäre das SLOT System mit einer Obergrenze die beste Verlagerungsgarantie. Dafür braucht es nicht die Rufe nach Brüssel, sondern dafür sollte sich die Landesregierung endlich selbst auf die Hinterbeine stellen. Es gibt bisher kein Konzept und keine Arbeitgruppe, die sich eingehend mit dem Thema beschäftigt“, ärgert sich Mair.