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04.02.2026 Presse

Sozialer Kahlschlag: Schuldenberatung verhängt Aufnahmestopp

Mann liest Zeitung

Sozialer Kahlschlag: Schuldenberatung verhängt Aufnahmestopp

Arslan: „ÖVP und SPÖ schauen teilnahmslos zu, wie Menschen in den finanziellen Ruin schlittern“

 

Es ist die nächste Hiobsbotschaft aus dem Sozialbereich: Die Schuldenberatung sieht sich gezwungen, für die nächsten drei Monate einen Aufnahmestopp für neue Klient:innen zu verhängen. Als einer der Hauptgründe wird von der Schuldenberatung die finanziell nicht abgedeckte Valorisierung der Gehälter angeführt die die Landesregierung den Sozialeinrichtungen bisher verwehrt hat. Sozialvereine sind dadurch gezwungen, Personal abzubauen und ihr Angebot zurückzufahren. „Das ist genau der soziale Kahlschlag, vor dem wir seit Monaten warnen. Die Landesregierung kürzt bei jenen, die es am dringendsten brauchen und wo Hilfe eigentlich am besten eingesetzt ist. Das ist nicht nur eine moralische Bankrotterklärung, es ist auch volkswirtschaftlich kurzsichtig. Denn Vereine wie die Schuldenberatung retten Menschen vor dem finanziellen Ruin. Sie reduzieren also Folgekosten, für die das Land sonst aufkommen muss. Insofern schneidet sich die Landesregierung mit ihrem Sparfetischismus ins eigene Fleisch“, kritisiert die Grüne Sozialsprecherin Zeliha Arslan die Landesregierung scharf.

 

In einem Dringlichkeitsantrag aller Parteien wird die Landesregierung im heutigen Landtag aufgefordert, die Gehaltserhöhungen des SWÖ 1:1 abzugelten, um ein reales Minus und damit Leistungskürzungen bei den Sozialeinrichtungen abzuwenden. Für Zeliha Arslan müsse sich die Landesregierung nicht nur der Debatte stellen, sondern handeln. Allen voran an die SPÖ appelliert die Grüne Sozialsprecherin trotz heutiger Aussagen von Landesrätin Pawlata in der Tiroler Tageszeitung, nicht länger als Handlanger der ÖVP Kürzungen zu agieren. „Die Tiroler Soziallandschaft wird ausgeblutet. Gerade die SPÖ kann es nicht zulassen, dass verdiente Lohnerhöhungen zu Leistungskürzungen führen. Politisch und gewerkschaftlich ist das ein schiefes Bild“, wundert sich Arslan.

 

Die Grüne Landtagsabgeordnete räumt abschließend mit der Mär auf, dass es keine andere Möglichkeit gebe, als bei den Sozialvereinen zu kürzen. „Bei der TIWAG liegen nach wie vor 280 Millionen aus den Übergewinnen, die unangetastet sind. Damit könnten die Sozialvereine über Jahre finanziell abgesichert werden. Es scheitert also nicht an den finanziellen Möglichkeiten, es scheitert vielmehr an der politischen Prioritätensetzung. Dieser Regierung sind finanziell schwache Menschen und Menschen mit Behinderungen nichts wert.“
Zeliha Arslan
Zeliha Arslan

Landtagsabgeordnete, Mitglied Landesvorstand (Klub), Delegierte zum Erweiterten Landesvorstand

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