Sanierungsoffensive – gut gemeint, aber nicht ausreichend
Förderung Sanierungsoffensive gestartet – gut gemeint, aber nicht ausreichend
Seit 24.11.2025 läuft die neue Sanierungsoffensive des Bundes. Grundsätzlich ist es richtig und wichtig, den Umstieg von Öl & Gas auf klimafreundliche Heizsysteme zu fördern.
Aber: Für viele Haushalte ist die Förderung zu pauschal, zu niedrig und zu wenig treffsicher, um den Umstieg wirklich leistbar zu machen.
Infos zur Förderung: www.sanierungsoffensive.gv.at/kesseltausch
Wie sieht die Förderung konkret aus?
Die Förderung ist pauschaliert und beträgt:
- maximal 30 % der förderfähigen Kosten
- als nicht rückzahlbarer Zuschuss
Richtwerte für Maximalbeträge:
- Fernwärme: bis 6.500 €
- Wärmepumpe: bis 7.500 €
- Holzheizung: bis 8.500 €
Mögliche Zuschläge:
➕ 2.500 € für thermische Solaranlage
➕ 5.000 € für Tiefen-/Brunnenbohrung bei Sole-/Wasser-Wärmepumpen
In der Praxis bedeutet das: Die realen Gesamtkosten (oft 30.000–60.000 € oder mehr) liegen weit über der Förderhöhe und können die maximalen 30 % mit den gefördert wird nicht erreichen.
Wo liegt das Problem?
⚠️ Fixpreise & Pauschalen berücksichtigen nicht die tatsächlichen Kosten
⚠️ 30 % Deckel hilft Haushalten mit geringem Einkommen kaum
⚠️ Hohe Vorfinanzierung nötig
⚠️ Fördermittel sind schnell erschöpft.
Bereits über 50 % des Budgets waren Anfang Jänner 2026 für 2026 vergeben
Das heißt: Wer rasch handeln kann und Geld vorstrecken kann, profitiert. Wer Unterstützung am dringendsten bräuchte, bleibt oft zurück.
Unser Fazit
Die Sanierungsoffensive ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber kein sozial gerechtes oder wirklich wirksames Instrument, um alle Menschen beim Heizungsumstieg mitzunehmen.
Was es braucht:
- höhere, einkommensabhängige Förderungen
- realistische Abbildung der tatsächlichen Kosten
- Planungssicherheit über mehrere Jahre
- Unterstützung statt „First come – first serve“
Trotzdem wichtig:
Wer einen Umstieg plant, sollte sich jetzt informieren & registrieren, solange noch Fördermittel vorhanden sind und zusätzlich Landes- und Gemeindeförderungen prüfen.
Bitte unbedingt weitersagen!