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10.11.2025 Presse

BI:DOK-Aus – Grü­ne for­dern Ret­tung der In­klu­si­ons­ein­rich­tung

Mann liest Zeitung

BI:DOK-Aus – Grüne fordern Rettung der Inklusionseinrichtung

Arslan: „Während die SPÖ auf Bundesebene Inklusion predigt, werden soziale Leuchtturmprojekte zu Grabe getragen“

 

„Die Scheinheiligkeit fällt der SPÖ auf allen Ebenen auf die Füße“, kritisiert Zeliha Arslan, Sozialsprecherin der Tiroler Grünen. „Während in Sonntagsreden von sozialer Gerechtigkeit und Inklusion gesprochen wird, erleben wir in der Realität das genaue Gegenteil. Die schärfsten Kürzungen im Sozialbereich seit Jahren werden von der SPÖ vollzogen“, so Arslan.

 

Wie der ORF Tirol berichtet, steht das international anerkannte Inklusionsprojekt bi:dok – Behinderung, Inklusion, Dokumentation in Innsbruck vor dem Aus, weil das SPÖ-geführte Sozialministerium sämtliche Förderungen streicht. Nach 20 Jahren vorbildlicher Arbeit, unzähligen Workshops, wissenschaftlichen Beiträgen und barrierefreien Angeboten endet damit eines der wichtigsten Projekte im Bereich der Disability Studies in Österreich.

 

„Das plötzliche Aus ist brutal für die engagierten Mitarbeiter:innen, und es ist ein enormer Rückschritt für die gesamte inklusive Landschaft in Österreich“, sagt Arslan weiter. Es finde insgesamt eine Budgetsanierung auf Kosten jener Menschen statt, die keine große und einflussreiche Lobby hinter sich haben. „Statt endlich höhere Steuern von Superreichen einzuheben und all die unnötigen Luxusprojekte sowie die Bürokratie zurückzufahren, wird im Sozialbereich gekürzt. Die SPÖ trägt hier den komplett falschen Weg mit“, kritisiert Arslan. Neben bi:dok fallen auch konkrete Inklusionsangebote wie die Tauschbörse in Fieberbrunn dem budgetären Kürzungsdogma zum Opfer.

 

Die Tiroler Grünen sehen in dieser Entwicklung ein alarmierendes politisches Signal und appellieren an die soziale Verantwortung: „Sozialpolitik ist der Kitt in unserer Gesellschaft. Wer Projekte wie bi:dok abdreht, nimmt in Kauf, dass Menschen mit Behinderungen wieder aus dem öffentlichen Diskurs verschwinden. Das ist ein sozialpolitischer und moralischer Offenbarungseid.“ Arslan fordert vom Sozialministerium, die Entscheidung umgehend zu revidieren, und ruft die Tiroler Landesregierung auf, vom Bund eine dauerhafte Finanzierungslösung für bi:dok zu verlangen.

Zeliha Arslan
Zeliha Arslan

Landtagsabgeordnete, Mitglied Landesvorstand (Klub), Delegierte zum Erweiterten Landesvorstand

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