Arslan: „Anti-Rassismusarbeit ist keine Teilzeitbeschäftigun
Arslan: „Anti-Rassismusarbeit ist keine Teilzeitbeschäftigung“
Grüne fordern zum Internationalen Tag gegen Rassismus (21.03.) mehr Mittel und Präventionsarbeit
Ein Schweinekopf, abgelegt vor der Haustür einer türkischen Familie, ist der jüngste rassistische Vorfall in Tirol, der über die Landesgrenzen hinaus für Aufsehen sorgt. „Vorfälle dieser Art, bei denen Menschen bewusst aufgrund ihrer Hautfarbe oder Religion diffamiert und bedroht werden, gibt es in Tirol täglich. Die Antwort darauf muss endlich sein, dass wir mehr Ressourcen in diesem Bereich bereitstellen. Denn Anti-Rassismusarbeit ist keine Teilzeitbeschäftigung“, verweist die Grüne Integrationssprecherin Zeliha Arslan darauf, dass in Tirol lediglich eine einzige Teilzeitkraft für die Antirassismusarbeit im Land zuständig ist.
Zum morgigen Internationalen Tag gegen Rassismus fordern die Grünen von der Landesregierung mehr Mittel in diesem Bereich. „Die SPÖ hat sich einst die Anti-Rassismusarbeit auf die Fahnen geheftet. Davon spüren aber all jene, die im Alltag immer wieder rassistische Beleidigungen und Drohungen erdulden müssen, nichts. Das ist einfach zu wenig, was hier getan wird“, betont Arslan.
Dass es zwischen offiziell dokumentierten rassistischen Vorfällen und der tatsächlichen Zahl eine große Diskrepanz gibt, ist für die Grünen offensichtlich. „Viel zu viele Vorfälle werden gar nicht erst angezeigt. Und jene, die angezeigt werden – wie etwa Graffiti nach dem Verbotsgesetz oder rassistische Sprüche – werden zu oft lediglich als Vandalismus eingestuft. Eine rassistische Botschaft ist aber kein plumper Vandalismus, da steckt viel mehr dahinter. Hier müssen wir genauer hinschauen. Rassismus ist kein Randphänomen, sondern weiterhin inmitten unserer Gesellschaft präsent. Es ist höchste Zeit, Rassismus zurückzudrängen und durch verstärkte Präventionsarbeit an Schulen und im öffentlichen Raum für mehr Menschenwürde zu sorgen“, so die Grüne abschließend.