Matthias Schroll
Bewerbung für Landesliste (Platz 2-8)
Warum kandidierst du für einen Listenplatz?
Weil meine Generation im Tiroler Landtag praktisch nicht vorkommt, obwohl dort über unsere Zukunft entschieden wird. Ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen. Politik habe ich dort gelernt, wo sie stattfindet: im Bezirk und bei den Leuten – mit Erfolg. Im Bezirk kennen mich die Leute, sie wissen, wofür ich stehe, und viele reden mit mir, die mit den Grünen sonst wenig anfangen können. Dieses Vertrauen ist erarbeitet. Ich will es jetzt für uns einsetzen, auf Landesebene.
Was möchtest und kannst du in der Landtagsarbeit konkret einbringen?
Tourismus, Jugend, und Wirtschaft. Tirol lebt vom Tourismus, aber der Klimawandel zwingt uns, ihn neu zu denken: weniger Ausbau um jeden Preis, bessere Arbeitsbedingungen, Ganzjahresperspektiven. Wirtschaft heißt für mich die regionalen Betriebe, nicht die Großprojekte. Und Jugendpolitik ist mehr als Freizeit. Etwa ein kostenloser E-Paper-Zugang zu Qualitätsmedien für alle unter 26: Wer über ein Social-Media-Verbot für Junge diskutiert, muss ihnen auch einen Weg zu guter Information bieten.
Wie würdest du deine Arbeit im Landtag anlegen und gestalten?
Nicht nur im Landhaus, sondern draußen. Ich würde meine Arbeit konsequent in den Bezirken verankern: regelmäßig in den Gemeinden präsent sein, unsere Gemeinderät*innen vernetzen und ihre Themen in den Landtag tragen. Dazu gehört, verständlich zu reden statt in Fachsprache, und dorthin zu gehen, wo wir aufholen müssen: Vereine, Betriebe und Tourismusregionen. Politik entsteht für mich im Gespräch, nicht im Ausschussprotokoll. Ich bleibe ansprechbar, auch für Leute anderer Meinung
Welchen Einfluss kannst du für dein Anliegen beziehungsweise dein Projekt im Landtag geltend machen?
Für meine Anliegen – Tourismus, Jugend, Landwirtschaft und Wirtschaft – gibt es im Landtag reale Hebel: Anträge, Anfragen, die Ausschussarbeit. Der größere Hebel bin aber ich selbst. Ich bin im Bezirk, in den Gemeinden und Vereinen und bis nach Brüssel vernetzt, arbeite mich schnell in neue Materien ein, sehe Zusammenhänge und traue mich, unbequem zu sein. Dazu hole ich Leute ins Boot, die man mit grüner Politik sonst nicht erreicht. Wer aus der Opposition brav wartet, setzt nichts durch.