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am 11. September

Neßler und Mingler: "Dieser Mietwucher ist kein Naturgesetz. Es geht auch anders."

Barbara Neßler, Michael Mingler - Unrühmliche Titelverteidigung: Tirol erneut teuerstes Pflaster Österreichs

Nachdem eine neue Statistik des Immobilienportals „immowelt.at“ Tirol mit seiner Landeshauptstadt Innsbruck erneut zum unrühmlichen Gewinner des österreichweiten Preisvergleiches am Mietmarkt gekürt hat, plädieren die Tiroler Grünen erneut dafür, beim Kampf für leistbares Wohnen keine Zeit mehr zu verlieren: „Der Mietwucher ist kein Naturgesetz. Es sind die politischen Rahmenbedingungen, die das zulassen. Und genau die wollen wir und die müssen wir ändern. Denn jede Woche, die zugewartet wird, ist eine verlorene Woche vor allem für all die jungen Menschen in Tirol, die aktuell nicht mehr wissen, wie sie sich ihr WG-Zimmer oder ihre Wohnung finanzieren sollen. Hier ist die Kurz-ÖVP viel zu lange auf der Seite der Investoren gestanden“, so die Grüne Spitzenkandidatin Barbara Neßler und der Wohnsprecher der Grünen, Michael Mingler. „Bei diesen Preisen bleibt der Erwerb von Eigentum für die allermeisten ein bloßer Wunschtraum“, sagt Mingler.

„Immowelt.at“ hatte in seiner jüngsten Statistik nicht nur festgestellt, dass Innsbruck mit einer mittleren Miete von 16,10 € die teuersten Mieten aller österreichischer Bezirke aufweise, sondern zudem insgesamt 5 der 9 Tiroler Bezirke mit Mieten über 12,50 pro Quadratmeter im absoluten Hochpreissegment liegen, was umgerechnet für Innsbruck etwa einen mittleren Preis von über 800 Euro für eine 50m² Wohnung bedeutet. „Bei diesen Preisen ist es kein Wunder, dass in Tirol die Menschen über 40 Prozent des Einkommens für die Miete ausgeben, das sollte eigentlich alle Alarmglocken schrillen lassen“, so die 28-jährige Innsbruckerin.

Geht es nach dem Grünen benötige es auf Bundesebene etwa dringend ein neues Mietrecht mit effektiven Mietobergrenzen und auf Landesebene ein mutiges Vorgehen gegen Immobilien-Spekulation. „Es ist für uns sonnenklar, dass diejenigen Menschen im Mittelpunkt unserer Politik stehen müssen, die eine Wohnung benötigen und nicht ein attraktives Investment. Wir brauchen also dringend eine starke Beschränkung des Immobilienkaufs für Spekulationszwecke sowie ein konsequentes Vorgehen gegen finanziell rentable Baulandhortung“, erneuert Mingler seine Forderung nach einer Rückwidmung von unbebautem Bauland und plädiert abschließend dafür, die bestehenden Instrumente der Ausweisung von Vorbehaltsflächen in den Gemeinden mutig einzusetzen.​

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