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am 26. März

Grüne zu Mietzinsbeihilfe in Kufstein: „Hier geht es weder um Populismus noch um Migration, sondern einzig und alleine darum, Wohnen endlich wieder leistbar zu machen“

Victoria Da Costa, Michael Mingler - Grüne erwarten sich breite Zustimmung für neue Richtlinie – neben Wartefrist auch Umsetzung höherer Freibeträge gefordert – scharfe Kritik an FP-Ranzmaier

Irritiert reagieren die Grünen heute auf die Äußerungen des Kufsteiner Bürgermeisters Martin Krumschnabel, der den Grünen wegen des Antrages, die neue Mietzinsbeihilfen-Richtlinie des Landes umzusetzen, ‚Populismus‘ vorgeworfen hatte. „Ich kann die Aufregung des Bürgermeisters hier überhaupt nicht nachvollziehen. Die neue Mietzinsbeihilfe bringt deutliche Verbesserungen für alle, vor allem für Familien und Studierende. Die Wohnpreise in Kufstein sind für viele mittlerweile kaum mehr leistbar. Hier müssen wir so schnell wie möglich gegensteuern“, erklärt die Neo-Gemeinderätin des Offenen Grünen Forums Kufstein, Victoria da Costa, ihren Antrag.

Da Costa betont abermals, dass die neue Richtlinie für Kufstein finanziell locker stemmbar sein sollte: „Alle anderen größeren Gemeinden haben die Richtlinie auch schon umgesetzt und keinerlei Probleme damit. Immerhin zahlt das Land nun auch 80 Prozent der Kosten statt früher lediglich 70 Prozent“. Die Grünen erwarten sich deshalb, dass ihr Antrag bei der Gemeinderatssitzung am Mittwoch breite Zustimmung findet. „Dass der Bürgermeister bei der Verkürzung der Wartefrist auf 2 Jahre eingelenkt hat, ist eine gute Nachricht. Die neue Richtlinie sieht aber auch einen höheren Freibetrag von 1.040 Euro satt 960 Euro und höhere Leistungen für Familien vor. Ich hoffe, dass auch diese Änderungen umgesetzt werden“, so Da Costa.

Scharfe Kritik äußern die Grünen an FPÖ-Landtagsabgeordnetem Christofer Ranzmaier, der eine Verkürzung der Wartefrist mit Verweis auf Zuzug abgelehnt hat. „Ranzmeier ist offenbar so auf das Thema Migration fixiert, dass er sich sogar vor Zuzug aus den Nachbargemeinden fürchtet. Damit auch er das versteht: Von der Verkürzung der Wartefrist profitieren insbesondere Tiroler*innen, die von einem Ort in einen anderen übersiedeln. Wenn die FPÖ auch etwas dagegen hat, dass man sich innerhalb von Tirol seinen Wohnort frei aussuchen kann, soll sie das bitte offen sagen“, so der Grüne Wohnsprecher im Tiroler Landtag, Michael Mingler. Er äußert den Verdacht, dass Ranzmaier den Begriff der „Festung Kufstein“ etwas zu wörtlich nimmt.​

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