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am 13. Mai

Schwarz-grün sagt Einwegplastik den Kampf an - Pfandsystem soll geprüft werden

Georg Kaltschmid - „Die Bundesregierung muss weitere Schritte gegen die Plastikplage setzen“

Es hat sich zu einer wahren Plage entwickelt: Einwegplastik. Kaum ein Lebensmittel, das heute noch ohne die aus Rohöl hergestellte Verpackung ins Regal kommt. Selbst Gemüse mit natürlicher Schale wird immer öfter in Plastik eingeschweißt. Von den Trinkflaschen, den Plastik-Tüten und den Plastikprodukten wie Wattestäbchen ganz zu schweigen. Jährlich langen bis zu 8 Millionen Tonnen im Meer, was für viele Fische den sicheren Tod bedeutet. Und letztlich landet es immer häufiger auf unseren Tellern - in Form von Mikroplastik.

Seit Monaten setzt sich die Kronenzeitung gegen den Plastikwahnsinn ein. Ein erster Erfolg war das Verbot von Plastiksackerln ab 2020. Für die Tiroler Grünen ist das ein erster richtiger Schritt, aber in Summe zu wenig um Plastik wirklich zurückzudrängen. Sie plädieren für Mehrwegverpackungen und einer Rückkehr zur Kreislaufwirtschaft. „Plastik an sich ist nicht zu verteufeln. Aber Einwegplastik ist wirklich nicht zu rechtfertigen. In den 90er Jahren waren zum Beispiel  2/3 der Getränke Mehrwegverpackungen mit Pfand, heute sind es eigentlich nur mehr die Bierflaschen, die nur 20 Prozent ausmachen. Diese Negativspirale muss durchbrochen werden“, so der Grüne Wirtschaftssprecher Georg Kaltschmid.  Alleine in Tirol werden im Jahr bis zu 55 Millionen Plastikflaschen verwendet. So häuft jeder Tiroler im Jahr 32 Kilogramm Plastikmüll an.

Dieser Entwicklung will die schwarz-grüne Koalition entgegenwirken. In einem Antrag im kommenden Landtag wird die Bundesregierung aufgefordert Mehrwegverpackungen zu fördern und die Einführung einer österreichweiten Pfandlösung zu prüfen. „Wenn es die Bundesregierung, allen voran Elisabeth Köstinger, ernst meint mit dem Kampf gegen den Plastikwahnsinn, dann muss sie sich diesem Thema annehmen“, so Kaltschmid.

Der Grüne Mandatar spricht sich außerdem für einen millionenschweren Forschungstopf für alternative Verpackungen aus. „Verpackung ist ein Milliardengeschäft. Und allen ist klar, dass Plastik in der Menge keine Zukunft hat und von der EU immer weiter zurückgedrängt wird. Wenn Österreich die Forschung und Entwicklung jetzt gezielt fördert, dann sind wir Vorreiter in einem schnell wachsenden Markt“, sagt Kaltschmid.


Das Ziel der Tiroler Grünen ist klar. „Dem Konsumenten muss es so einfach wie möglich gemacht werden, auf Plastik zu verzichten.“ Gelingen werde das dann am ehesten, wenn die EU Staaten Industrie und Handel an die Kandare nehmen, ist Kaltschmid überzeugt.​

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