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am 7. März

Kaltschmid: "Mehrweg ist der einzig richtige Weg"

Georg Kaltschmid - Umdenken bei Plastik-Plage im vollem Gange - Konsument*innen machen Druck

Als einen positiven Schritt wertet der Grüne Wirtschaftssprecher Georg Kaltschmid das Umdenken von großen Unternehmen in Tirol, von Einwegplastik abzukehren und Mehrweg zu forcieren. "Der Druck der Konsument*innen führt dazu, dass Unternehmen beginnen umzudenken und nicht weiter auf Billig-Plastik oder Einweg-Glasflaschen mit fataler Umweltbilanz setzen", freut sich der Grüne. So kündigte Bergland jetzt an, von der letztes Jahr noch heftig kritisierten Einwegflasche auf eine Mehrweg-Milchglasflasche umzusteigen. "Mehrwegflaschen helfen Müll zu sparen und damit Treibhausgase in der Produktion und Verwertung zu reduzieren. So eine Flasche verursacht etwa viermal weniger schädliche Treibhausgase", erklärt Kaltschmid und ergänzt: "Egal ob Plastik oder Glas: Mehrweg ist der einzig richtige Weg."

Die Tiroler Grünen, die derzeit mit ihrer "PFIAT DI PLASTIK" Kampagne landesweit Aktionen machen und die Plastik-Plage thematisieren, wollen es aber nicht beim Druck der Konsument*innen auf Industrie und Handel belassen. "Die Bundesregierungen der letzten Jahrzehnte haben uns diese Plastik-Plage eingebrockt. Denn sie haben nicht die Kreislaufwirtschaft gefördert, sondern zugeschaut wie das Einwegplastik in unseren Regalen immer weiter ausgebreitet hat. Davor haben wir schon immer gewarnt. Erst jetzt wird erkannt, welche fatalen Folgen diese kurzsichtige Politik auf unsere Umwelt und ja, selbst auf unsere Gesundheit hat", fordert der Grüne Landtagsabgeordnete weitreichende Schritte ein.

Er nimmt die schwarz-blaue Bundesregierung in die Pflicht, die sich bisher nicht über Alibi-Aktionen hinaus getraut hat: "Ein Pfandsystem auf Plastik, verbindliche Mehrwegquoten, ein Verbot von Einweg-To-Go Produkten und ein eigener Fonds zur Forschung von alternativen Verpackungen - all das könnte Bundesministerin Köstinger schon längst angehen. Das Plastiksackerl-Verbot alleine wird nicht verhindern, dass in unseren Meeren riesige Müllberge schwimmen", so Kaltschmid. Denn lediglich zwei Prozent des gesamten Plastikmülls gehe auf Plastiktaschen zurück. Die Tiroler Grünen kündigen an, hier weiter Druck auf allen Ebenen aufzubauen.​

Weitere Infos zur Plastikkampagne der Tiroler Grünen: https://tirol.gruene.at/natur-und-umwelt/pfiat-di-plastik​

Fakten zur PLASTIK-PLAGE

32 Kilogramm häuft jede Tiroler*in pro Jahr an Plastikmüll an.

25 Millionen Tonnen Plastik werden jedes Jahr in der EU erzeugt.
30 Millionen Plastikfalschen werden jährlich nach Tirol importiert.

55 Millionen Plastikgetränkeflaschen werden weggeworfen.

60 Prozent des Plastikmülls wird nur einmal verwendet.

8 Millionen Tonnen landen jährlich im Meer.

2050 wird es mehr Plastik als Fische in den Meeren geben.​​​​

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