Bezirkegruene.at
Navigation:
am 25. January

Zillergrund-Petition im Landtags-Ausschuss mit Überraschung

Georg Kaltschmid, Michael Mingler - Laut Bundesforste mehr Boulderblöcke betroffen, als bisher angenommen - Grüne hoffen auf vollständigen Erhalt des Zauberwaldes

Erstmals wurde gestern die Zillergrund-Petition im Tiroler Landtags-Ausschuss behandelt. Doppelweltmeisterin Anna Stör erörterte den Landtagsabgeordneten in Anwesenheit von Brandbergs Bürgermeister Heinz Ebenbichler, dass das weltberühmte Bouldergebiet durch den geplanten Steinabbau unweigerlich zerstört werde. Mit im Gepäck hatte sie und ihre mittlerweile mehr als 22.000 Unterschriften, die sich für den Erhalt des Zauberwaldes aussprechen. Auch Ebenbichler äußerste sich ablehnend zur Erweiterung des Steinabbaus auf Gemeindegebiet. Für eine kleine Überraschung sorgten die Vertreter der Bundesforste, die erklärten, dass 40 Prozent der Boulderblöcke von den Abbauplänen unmittelbar betroffen wären. Bisher war von weniger ausgegangen worden. Was das sicherheitstechnisch für die restlichen Blöcke bedeutet, blieb ungewiss.

Für die Tiroler Grünen ist der Zillergrund ein absolut schützenswertes Naturgebiet. "Der Zauberwald ist ein wahres Naturerlebnis und ein Magnet für sanften Tourismus. Hierher kommen Familien genauso wie die besten Kletterer der Welt. Das ist Tirol-Werbung in Reinform. Die Boulderblöcke dürfen nicht dem Profit eines einzelnen Unternehmers geopfert werden. Dieser Wald gehört allen", so der Grüne Tourismussprecher Georg Kaltschmid.

Der gestern verhinderte Petitionsausschussvorsitzende Michael Mingler zeigt sich beeindruckt, wie viele sich bisher für den Erhalt des Bouldergebietes ausgesprochen haben. "Über 22.000 Unterschriften in der kurzen Zeit zusammen zu bringen, ist außergewöhnlich. Das zeigt, dass der Zillergrund vielen Menschen am Herzen liegt. Als Landtag nehmen wir diese Angelegenheit sehr ernst und wir werden daher weitere Informationen einholen."

Parallel dazu laufen die Prüfungen der Schwazer Bezirkshauptmannschaft weiter. Zusätzliche Gutachten wurden in Auftrag gegeben, die wohl noch eine zeitlang auf sich warten lassen. "Je genauer geprüft wird, desto besser. Wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sich aufgrund des großen Protests eine Variante auftut, in der das Bouldergebiet in seiner Gänze erhalten bleibt und der darüberliegende Gesteinsabbau dennoch möglich wird", sagt Mingler.​

Aktiv  werden.  Das  ist  Grün.  Banner  rechts.