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am 11. Oktober

Wintersaisonstart im Spätsommer: Imageschaden für den gesamten Tourismus

Georg Kaltschmid - Grüne fordern Begrenzung - Seilbahnsprecher Hörl muss handeln

Während sich Tirol im Spätsommer mit 20 Grad und herbstlichen Farben von seiner schönsten Seite zeigt, Tourist*innen aus aller Welt das Wanderwetter und die Natur genießen, ticken die Uhren bei den Kitzbühler Bergbahnen offensichtlich ganz anders. Wie Fotoaufnahmen zeigen, werden beim Resterkogel mit Pistenraupen weiße Kunstschneisen in die noch Grüne Landschaft für den Saisonstart dieses Wochenende planiert. Der Grüne Tourismussprecher Georg Kaltschmid spricht heute von einem massivem Imageschaden für den gesamten Tiroler Tourismus und zeigt Null Verständnis: "Es sind Aktionen wie diese, die dem Tourismus enorm schaden. Denn diese Bilder gehen in die ganze Welt. Für Skipisten bei 20 Grad hat niemand Verständnis, weder die Einheimischen, die auf den Tourismus generell immer schlechter zu sprechen sind, noch die Gäste, die hierher kommen um die Natur zu genießen und das Ursprüngliche zu erleben. Kunstschneisen mitten in der Spätsommerlandschaft - sowas darf es eigentlich nicht geben", sieht der Grüne Tourismussprecher dringenden Handlungsbedarf.

Er erinnert an die Debatte zum bakteriellen Zusatzstoff "Snowmax", die darin mündete, dass im Landtag vergangene Woche ein tirolweites Verbot beschlossen wurde. Alle Parteien stimmten dafür und argumentierten, dass der Einsatz von Bakterien zu einer immensen Aufrüstung unter den Skigebieten führen würde und dass ein Imageschaden droht, wenn das Reinhaltegebot auf den Pisten außer Kraft gesetzt wird. Kaltschmid sieht Parallelen zu diesem Fall: "Wenn der Beginn der Wintersaison durch Schneedepots und andere Tricks immer weiter nach vorne verschoben wird, wird ebenfalls ein ruinöser Wettbewerb in Gang gesetzt. Dem muss Einhalt geboten werden", nimmt der Grüne den Tiroler Seilbahnsprecher, Franz Hörl, in die Pflicht. "Wer Nein zu Snowmax sagt, der muss sich auch gegen einen Saisonstart am 13. Oktober aussprechen", so der Grüne.

Er schlägt eine freiwillige Vereinbarung unter den Seilbahnbetreibern über den frühestmöglichen Start der Wintersaison vor. "Es muss eine Begrenzung der Wintersaison geben. Am besten ist es, wenn sich die Betreiber selbst dazu verpflichten", sagt der grüne Stv. Klubobmann aus Walchsee. Sollten sich die Betreiber nicht untereinander einig werden, müsse ein anderer Weg gefunden werden. "Wenn einige meinen, ihr Profit sei wichtiger als das Image des gesamten Tourismus, dann muss es eine entsprechenden Reaktion darauf geben", fordert Kaltschmid.

Für die Tiroler Grünen stehe belegt durch Umfragen fest, dass Tirol vor allem deshalb bei Gästen so beliebt ist, weil hier die Natur noch als solche erlebt werden kann. "Gerade jetzt im wunderschönen und strahlenden Herbst ist die Hauptsaison um zu wandern. Wir haben viel mehr zu bieten als den reinen Wintertourismus. Wir sind das ganze Jahr über attraktiv - darauf sollten wir unseren Fokus viel stärker legen. Der Ganzjahrestourismus - das muss unser Ziel sein", sagt der Walchseer Hotelier.​

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