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am 16. November

Nach Pistenschmelze und Strafverfahren: Wann lenken Kitzbüheler Bergbahnen endlich ein?

Georg Kaltschmid - Kaltschmid und Deutinger: „Skitourismus mit der Brechstange sollte nicht gefördert werden“

Mit LKW wurde der Schnee am Hahnenkamm angekarrt.
Drei Wochen später ist die Piste weggeschmolzen

Der Grüne Tourismussprecher Georg Kaltschmid und der Grüne Bezirkssprecher Helmut Deutinger erhöhen nach der Pistenschmelze am Hahnenkamm und der Einleitung eines Strafverfahrens wegen unbewilligter Schneelagerung am Resterkogel den Druck auf die Kitzbühler Bergbahnen. „LKWs, die staub aufwirbelnd Schnee zur Piste transportieren, der nach zwei Wochen weggeschmolzen ist und ein Pistenschlauch, der das Tourismus-Image von ganz Tirol schadet - das ist untragbar“, kritisieren die beiden.

Die Kitzbühler Bergbahnen stehen für Kaltschmid mittlerweile als Synonym für einen Tourismus, der die Zeichen der Zeit nicht erkannt habe. „Das ist Skitourismus mit der Brechstange, der den gesamten Tourismus in Verruf bringt. Das sehen nicht nur wir so, sondern auch zahlreiche andere Seilbahnbetreiber, die sich bisher noch nobel zurückhalten. Auch aus der Bevölkerung höre ich landauf-landab Kritik“, so Kaltschmid.

Bezirkssprecher Helmut Deutinger ist verärgert, wie ungeniert und uneinsichtig die Kitzbühler Bergbahnen agieren. „Der Mensch kann viel machen, das gibt ihm aber nicht das Recht alles zu tun“, kritisiert er und ergänzt: „Der Klimawandel ist real. Den kann man nicht negieren, wie es die Kitzbühler Bergbahnen machen. Da kann die Geschäftsführung noch so sehr mit irgendwelchen Gästezahlen prahlen, ohne sie in Relation zu setzen.“

Georg Kaltschmid appelliert an die Tourismusverantwortlichen und die Seilbahnvertreter solchen Auswüchsen künftig Einhalt zu gebieten. „Beim Einsatz von Bakterien im Schnee (Snowmax) wurde den Seefelder Tourismusverband schnell klargemacht, dass es keine Förderungen mehr geben wird, wenn sie nicht einlenken. Und prompt haben sie eingelenkt. Das erwarte ich mir auch bei diesen hässlichen Pistenschläuchen.“

Der Tiroler Tourismus müsse die Zeichen der Zeit erkennen und einen neuen Zeitgeist begründen. „In den 60er Jahren mag es richtig gewesen sein die Täler zu erschließen und Tirol als Skiidestination in der ganzen Welt bekannt zu machen. Die Rahmenbedingungen haben sich aber dramatisch verändert. Es braucht einen neuen Pioniergeist für einen Ganzjahrestourismus, der nachhaltig, ökologisch, regional und sozial ausgerichtet ist.“​

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