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am 25. September

Kaltschmid zu Resterhöhe: "Dieses Jahr hoffentlich ohne Brechstange"

Georg Kaltschmid - Grüne sehen Zeichen des Umschwungs - Naturverbundenheit und Corona-Maßnahmen im Fokus

Zurückhaltend erfreut zeigt sich der grüne Tourismussprecher Georg Kaltschmid darüber, dass die Kitzbüheler Bergbahnen den Skibetrieb auf der Resterhöhe dieses Jahr eine Woche später und nur nach erstem natürlichen Schneefall eröffnen will: "Offenbar gibt es doch einen Lerneffekt bei den Seilbahnbetreibern. Die Bilder der letzten Jahre mit dem Schneeband in der grünen Wiese bei 20 Grad waren fatal für das Image des Tiroler Tourismus. Verständnis dafür hatten weder Einheimische noch Gäste. In einer Zeit wie dieser können wir uns das nicht mehr leisten", so Kaltschmid, der angekündigt hat, genau zu beobachten, ob die Verschiebung um nur eine Woche nach hinten nicht reine Augenwischerei sei. "Die Bilder, die von der Resterhöhe in den Medien kursierten, waren nicht allein wegen des viel zu frühen Zeitpunkts absurd, sondern wegen der sommerlichen Temperaturen, der grünen Wiesen und der Gäste, die ihre Herbstwanderwege von einem weißen Pistenschlauch versperrt vorfanden." Eine genaue Beurteilung könne erst dann erfolgen, wenn man wisse wie das in der Realität aussieht. "Zum Beispiel wenn bei späterem Wintereinbruch auch später mit der Verteilung des Kunstschnees begonnen wird", so der Grüne.

Der grüne Landtagsabgeordnete und selbst Hotelier, Georg Kaltschmid, erneuert an diesem Punkt die Forderung nach einem naturverträglichen Tourismus: "Wir können die Natur nicht zurechtbiegen, wie wir sie wollen. Wenn es Ende Oktober noch zweistellige Plusgrade hat, dann ist das eben kein Wetter fürs Skifahren. Das sehen auch unsere Gäste so." Laut Gästebefragungen sei gerade für den Sommer- und Herbsttourismus die Erholung und Ruhe in einer intakten Natur der Hauptbeweggrund für einen Urlaub in Tirol. Der Grüne nimmt außerdem Bezug auf eine dieses Jahr vom MCI durchgeführte Tourismusbefragung, die ein deutliches Stimmungsbild der Einheimischen gegen den Tourismus mit der Brechstange aufzeigte. Jede*r vierte Befragte gab an, sich einen verantwortungsvolleren Umgang mit der Natur zu wünschen. "Ob wir Tiroler Grünen dieses Jahr den Kitzbüheler Bergbahnen wieder die Eiserne Brechstange verleihen müssen, liegt in deren Händen.  Wir hoffen jedenfalls nicht, denn es gibt momentan ganz andere Sorgen - nämlich eine Tourismussaison durchzubringen, ohne dabei die Ausbreitung des Coronavirus zu befördern", schließt Kaltschmid in Hinblick auf die Herausforderungen der Corona-Krise für die diesjährige Wintersaison.​

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