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Kaltschmid: „Weiter wie bisher wird es nicht spielen“

Georg Kaltschmid - Massentourismus-Hochburgen als Corona Hotspots: Grüne sehen dramatische Zeitenwende auf Tirol zukommen - Auf Krisenstab müsse „Zukunftsstab Tourismus“ folgen

Nachdem sich die Schlagzeilen über die Ausbreitung des Coronavirus in den massentouristischen Hochburgen wie Ischgl, Sölden und im Zillertal zu einem Selbstläufer entwickelt haben, wechselseitige Schuldzuweisungen die Debatte bestimmen und der Schaden für den Tiroler Tourismus immer größere Ausmaße annimmt, lässt der Grüne Tourismussprecher Georg Kaltschmid mit einem Appell aufhorchen: „Schuldzuweisungen sind einfach auszusprechen, aber sie helfen uns keinen Millimeter aus dieser Misere. Weder heute noch morgen. Statt uns jetzt die nächsten Wochen in Schuldzuweisungs-Debatten zu verlieren, sollten wir vielmehr die richtigen Schlüsse daraus ziehen“, fordert der stv. Klubobmann der Grünen alle auf, Weitblick vor Kurzsichtigkeit zu stellen.

Niemand könne abstreiten, dass die Corona-Ausbreitung in den Apres-Ski-Bars und Tourismus-Hotspots einen massiven Imageschaden für Tirol bedeuten, die Marke Tirol beschädigt sei und von Touristiker Fehler gemacht wurden. Das werde von sämtlichen Expert*innen gleich eingeschätzt. Was vorgefallen sei, müsse in aller nötigen Ruhe sachlich und lückenlos aufgeklärt werden. „So bitter und ärgerlich das alles ist, aber das ist der Ausgangspunkt, von dem wir heute starten. Wir stehen also vor einer dramatischen Zeitenwende: denn weiter wie bisher wird es nicht spielen“, sagt der Grüne Tourismussprecher.

Sobald das akute Corona-Krisenmanagement des Landes zur Rettung von Menschenleben und Sicherstellung der Gesundheitsversorgung geschafft sei, müsse ein „Zukunftsstab Tourismus“ die Arbeit aufnehmen, fordert Kaltschmid.  „Dieser Zukunftsstab muss zügig und entschlossen Tirol neu positionieren. Apres-Ski und massentouristischen Auswüchse werden dermaßen in Verruf sein, dass wir uns gänzlich neu erfinden müssen, um den Tourismus in Tirol als wesentlichen Wirtschaftszweig und Arbeitgeber aufrechtzuerhalten. Ein radikaler Neustart in der Tiroler Tourismuspolitik ist unumgänglich“, sagt Kaltschmid.

Die aktuelle Krise könne eine Chance sein, die jahrelange Blockade von Seilbahnvertretern und Großhoteliers zu überwinden. „Die, die jetzt die Zügel an der Hand hatten, werden gar keine andere Wahl haben als umzudenken“, so Kaltschmid.

Für die Grünen müsse ein neuer Pioniergeist entfacht werden. „Ganzjährig, naturverbunden und klimaschonend. Das ist die Antwort auf das desaströse Apres-Ski-Image, das uns sonst runterzieht. Nur durch eine ernst gemeinte und glaubhafte neue Tourismusausrichtung werden wir die negativen Schlagzeilen und Zuschreibungen hinter uns lassen. Und nur so wird es gelingen, die Tiroler Bevölkerung wieder positiv zu begeistern“, ist sich Kaltschmid sicher.​

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