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am 31. Juli

Kaltschmid: „Die modernen Kräfte setzen sich immer mehr durch“

Georg Kaltschmid - Pioniergeist in Seefeld und Mayrhofen - Funktionärsclique kann neue Tourismusausrichtung nicht aufhalten

Dass sich eine ganze Region dem nachhaltigen Tourismus verschreiben möchte, sei eine Initialzündung genau zum richtigen Zeitpunkt, freut sich der Grüne Tourismussprecher Georg Kaltschmid über das Green Deal Pilotprojekt in Seefeld, das gestern von Landesrätin Ingrid Felipe gemeinsam mit den Tourismusverband präsentiert wurde.

Der Grüne Landtagsabgeordnete, der sich vehement für eine neue Ausrichtung im Tourismus einsetzt und dabei auch keine Debatte scheut, sieht die „modernen Kräfte“ im Tourismus am Vormarsch. „Ja, es gibt derzeit zwei Lager im Tourismus. Es gibt die innovativen Kräfte wie jene in Seefeld oder Mayrhofen, die die Zeichen der Zeit erkannt haben. Und es gibt auf der anderen Seite jene Funktionärsclique und Seilbahner, die meint es könne ewig so weitergehen mit dem Tourismus mit der Brechstange. Deren Hauptbetätigungsfeld ist es auf der Bremse zu stehen. Aber der neue Pioniergeist in Tirol hin zu einem nachhaltigen, ganzjährigen und klimaschonenden Tourismus lässt sich nicht aufhalten“, ist der Grüne Stv. Klubobmann Georg Kaltschmid überzeugt.

Spätestens mit der Corona-Krise sei ein weiter wie bisher nicht sinnvoll, steht für den Grünen außer Frage. „Der Bettenfetischismus und das Stieren auf Nächtigungsrekorde muss ein Ende haben. Die regionale Wertschöpfung muss vor das pure Profitstreben gestellt werden. Ein Tourismus mit der Natur, der Gäste wie Einheimische und Unternehmen mitnimmt - das brauchen wir“, so der Walchseer Hotelier. Genau diesen Weg wolle z.b. Seefeld beschreiten. „Da wird auf die Wertschöpfung in der Region geschaut, in dem man die Unternehmer*innen dazu animiert in der Region z.B. ihre Lebensmittel einzukaufen. Da können noch viele Maßnahmen zur Erleichterung gesetzt werden“, so Kaltschmid.

Der Grüne Landtagsabgeordnete, der sich bisher immer für die Einsetzung eines breit aufgestellten „Tiroler Zukunftsstab Tourismus“ eingesetzt hat, sieht die bisherigen Player zunehmend im Hintertreffen. Die Innovationskraft komme nicht von oben gesteuert - sondern aus den Regionen selbst. „Es ist eine verpasste Chance, dass das Land und die Wirtschaftskammer die Führungsrolle in der Transformation des Tourismus bisher nicht ergriffen hat. Das Gute ist aber, dass die Transformation jetzt durch innovative Kräfte vor Ort dennoch stattfindet. Der Tourismus wird grüner und achtet mehr auf die Wünsche der Einheimischen und der Gäste. Als Grüne werden wir diese Pioniergeist auf allen Ebenen weiter unterstützen und vorantreiben. Denn es gibt genug zu tun“, so Kaltschmid.​

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