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am 9. Juni

Grüner Landtags­abgeordneter begrüßt Perspektivenwechsel im Tourismus

Georg Kaltschmid - Weitere Schritte bei Skigebietserweiterungen und Bettenobergrenze erforderlich

Positiv überrascht über den am Mittwoch von Vertreter*innen von Wirtschaft und Tourismus präsentierten ‚Tiroler Weg‘ ist der grüne Tourismussprecher Georg Kaltschmid: „Es zeigt sich immer deutlicher, dass grüne Ideen die Antworten auf Fragen der Zukunft sind. Die Themen Klimaschutz und Regionalität sind unverzichtbar, wenn die gesamte Tiroler Bevölkerung hinter dem Tourismus stehen soll.“ Dass Erfolg nicht mehr in Nächtigungszahlen sondern im Nutzen für die regionale Wertschöpfung und in der Akzeptanz gemessen wird, bestätigt Kaltschmid in seiner langjährigen Forderung nach einem ökologischen, ökonomischen und sozial verträglichen Tourismus.

Weitere Schritte erwartet sich Kaltschmid indes bei der Bettenobergrenze und Skigebietserweiterungen. „Der Perspektivenwechsel ist eingeleitet, aber noch nicht vollzogen“, so der Hotelier aus Walchsee. „Jetzt gilt es, nicht nur Papiere zu verfassen, sondern die Menschen einzubinden und nach dieser Strategie zu handeln.“ Insbesondere bei der Bettenobergrenze wäre aus Sicht des grünen Landtagsabgeordneten mehr drin gewesen: „Eine Obergrenze von 300 Betten wird die Errichtung von Bettenburgen kaum bremsen. Da hätte ich mir persönlich mehr erwartet, wie zum Beispiel bei der Tourismusregion Achensee, die sich selbst eine Obergrenze von 220 Betten vorgeschrieben hat.“

Verwundert zeigt sich der grüne Tourismussprecher darüber, dass Skigebietserweiterungen mit keinem Wort erwähnt werden, war es doch genau der viel diskutierte „Skitourismus mit der Brechstange“, der Tirol in den internationalen Medien und bei vielen Einheimischen ein schlechtes Image eingebracht hat. „Betreffend Skigebietserweiterungen braucht es im Sinne einer raumverträglichen Tourismusstrategie klare Vorgaben und klare Grenzen“, hält Kaltschmid fest, der befürchtet, dass mit Greenwashing wie ‚klimaneutrale Skigebiete‘ dieses Thema unter den Teppich gekehrt wird.

„Die Richtung stimmt“, begrüßt Kaltschmid abschließend die Öffnung des Prozesses und den Gesinnungswechsel der Tourismuswirtschaft. „Nun müssen wir ins Handeln kommen, wie zum Beispiel bei der klimafreundlichen Anreise mit dem öffentlichen Verkehr, wo unter Führung der grünen Mobilitätslandesrätin Ingrid Felipe in Zusammenarbeit mit Gemeinden und Tourismusverbänden viel erreicht worden. Diesen Spirit müssen wir auch in andere Bereiche mitnehmen“, so Kaltschmid über die Verbesserungen der Öffi-Anbindungen in Tourismusdestinationen.​

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