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am 3. März

Fernpass: Grüne forcieren Runden Tisch für flexible An- und Abreisetage

Georg Kaltschmid - „Stauwochenenden sind hausgemachtes Tourismusproblem“

Mit jeder Wochenend-Staumeldung im Außerfern beginnt auch die Diskussion über das enorme Verkehrsaufkommen vom Neuen. Was dabei aber meist außer acht gelassen wird, ist einer der Hauptgründe für die Verkehrsüberlastung: der Urlauberschichtwechsel. Der Tourismussprecher der Grünen, Georg Kaltschmid fordert daher ein Umdenken ein: „Es ist doch verrückt, dass die An- und Abreise der Tourist*innen fast ausschließlich am Wochenende abgewickelt werden. Das muss ernsthaft hinterfragt werden. Es braucht flexible Anreisetage“, richtet er sich an die Oberländer Tourismusverantwortlichen.


Am liebsten sei ihm, wenn die Anreise per Bahn gefördert und gefordert werde. „Wenn die Menschen aber schon mit dem Auto kommen, dann zumindest nicht alle zum gleichen Zeitpunkt. Das ist gerade für die Einheimischen im Außerfern eine extreme nervliche und gesundheitliche Belastung und auch eine enorme Einschränkung im Alltagsleben. Denn an einen Ausflug am Wochenende oder zum Beispiel eine Fahrt nach Innsbruck ist nicht zu denken“, so Kaltschmid, der auch auf die heikle Situation in Notfällen hinweist. „In weiten Teilen vom Außerfern kannst du nur hoffen, dass am Wochenende nix passiert, weil die Einsatzfahrzeuge nicht durchkommen.“

Als Hotelier wisse er, dass flexible An- und Abreisetage auch von den Gästen immer mehr gewünscht werden. Denn die Arbeitswelt verändere sich. Die Flexibilität nehme zu „Diese Chance müssen wir auch im Sinne der Gäste ergreifen. Denn die will auch nicht stundenlang im Schritttempo im Auto sitzen oder bei der An- und Abreise im Stau stehen, das vermindert den gewünschten Erholungsfaktor“, argumentiert der Grüne Landtagsabgeordnete.


Auch für die Hoteliers sieht er Vorteile: „Die Spitzenzeiten an den Wochenenden sind für alle Mitarbeiter*innen und Hoteliers sehr belastend. Oft wird zusätzliches Personal benötigt und durch den Stress kann die Qualität leiden. Es entstehen unnötige Mehrkosten und Unzufriedenheit. Das alles nur, weil es keine zeitliche Entzerrung der Gästeströme gibt. Das muss angegangen werden“, forciert Kaltschmid einen Runden Tisch im Oberland, der von den Tourismusverbänden organisiert werden solle.​

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