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Jugend

Junge Politik Landtagswahl Grüne Jugend

Jugendpolitik heißt in der Praxis leider ja oft, dass sich ältere Leute zusammensetzen und darüber nachdenken, wie sie die Jugend besser erreichen. Das kann nicht Sinn und Zweck von Jugendpolitik sein.

Unser Zugang ist: Miteinander reden statt übereinander – das bedeutet aktive Einbindung von jungen Menschen in der Politik. Um das zu gewährleisten, verlangen wir einen Jugendcheck für Gesetze und Verordnungen in Anlehnung an den Klimascheck.

 

Als wesentliche Forderung von Jugendlichen für Jugendliche setzen wir uns für einen massiven Ausbau der Öffis insbesondere am Wochenende und in der Nacht, einen Kulturpass sowie garantierte Ermäßigungen für alle unter 27 ein.

Was die Jugend braucht

  • Wir möchten garantierte Ermäßigungen von mindestens 60 Prozent auf Eintritte für alle unter 27 Jahren. Mit einer Verknüpfung an Landesförderungen können wir das schneller erreichen.
  • Der Zugang zu Sport- und Freizeitanlagen muss einfacher werden. Das können wir zum Beispiel über einen Jugendpass erreichen. Aber auch die Öffnungszeiten von Anlagen müssen angepasst werden (zum Beispiel keine Schließung um 20 Uhr).
  • Kultureinrichtungen sollen für alle unter 18 Jahren kostenlos sein.
  • Fördersysteme für Jugendvereine müssen einfacher und transparenter sein. Insbesondere Mädchenvereine gehören gezielt gefördert. Förderungen sollen besonders auch dazu dienen, Jugendlichen, die schwierigere Startbedingungen im Leben haben, Chancen zu ihrer Entwicklung zu bieten.
  • Wir wollen einen Fonds ins Leben rufen, der Jugendliche aus bedürftigen Familien unterstützt.
"Jugendliche müssen Teil der Politik sein. Um die Anliegen der jungen Generation besser abbilden zu können, wollen wir in erster Linie einen Jugendcheck für Gesetze und Verordnungen einführen."
Grünes Wahlprogramm 2022

Öffentlicher Nahverkehr

  • Der Bedarf ist groß: Wir setzen uns für eine Ausweitung des Nachtverkehrs und eine Verdichtung des Takts am Wochenende ein. Mikro-ÖV in Gemeinden sollen gefördert werden. Rufbusse und Taxis könnten zum Beispiel mittels einer zentralen App beliebter gemacht werden.
  • Für Nachtzüge braucht es Ansprechpersonen speziell für Frauen, um das Sicherheitsgefühl zu stärken.
  • Schultickets müssen insbesondere für finanziell schwächer gestellte Familien günstiger werden.

Gemeindeübergreifende Sportplätze für Jugendliche in Tirol

Konsumfreie Räume und mehr Aufenthaltsmöglichkeiten

  • Wir wollen mehr Begegnungszonen in Gemeinden. Es braucht mehr öffentliche Plätze, an denen man Menschen kennenlernen kann, ohne etwas konsumieren zu müssen oder ohne eine spezielle Fähigkeit zu beherrschen (zB Fußballvereine, etc).
  • Öffentliche Plätze sollen aufgewertet werden. Das kann uns zum Beispiel mit Begrünung, Sitzgelegenheiten, Überdachungen und Freizeitangeboten wie Slacklines, Spikeball, etc gelingen.
  • Jugendzentren sind wichtige Einrichtungen. Wir möchten gezielt Räume fürs Lernen schaffen, zum Beispiel in Form von Lerncafés. Die Plattform für Offene Jugendarbeit (POJAT) muss dafür finanziell auf bessere Beine gestellt werden.

Jugendpolitik

  • An Wahlen zur Landesschüler*innenvertretung (LSV) sollen alle Schüler*innen teilnehmen können – auch jene von Waldorfschulen. Darauf aufbauend wollen wir die Bundesschüler*innenvertretung auf alle Schulen ausweiten.
  • Jugendliche brauchen mehr Mitsprache. Daher treten wir für eine Herabsetzung des passiven Wahlalters auf 16 Jahre bei Gemeinderatswahlen ein. Um die Teilhabe zusätzlich zu stärken, möchten wir ein Jugendparlament im Landtag etablieren.
  • Ein Jugendcheck für Gesetze und Verordnungen garantiert, dass die Bedürfnisse von Jugendlichen nicht außen vorgelassen, sondern schon von Beginn an mitgedacht werden.

Mental Health

  • Wenn es um die geistige Gesundheit geht, brauchen wir allgemein eine bessere Bewusstseinsbildung. An Schulen möchten wir das Angebot der Schulpsychologie ausweiten und um ein jährliches, verpflichtendes Coaching erweitern, das Schüler*innen dabei hilft, mit Herausforderungen zurecht zu kommen und Ziele besser zu erreichen.
  • Präventive Hilfe muss ausgebaut werden. Zudem darf das Angebot nicht zu teuer sein. Wir wirken auf den Bund in der Hinsicht ein, dass es mehr Psychologie auf Krankenschein gibt.

Schule

  • Wir setzen uns für eine gemeinsame Schule aller bis 14 ein. Als erster Schritt dazu braucht es aber einen Ausbau der Nachmittagsbetreuung, insbesondere für die NMS.
  • Fächer wie Sexualkunde sollen nicht mehr stiefmütterlich behandelt werden: Es braucht gratis Hygieneartikel an WCs. Qualifizierte Vereine sollen den Unterricht für Sexualkunde übernehmen.
  • In der Schule müssen wir lernen, was wir fürs Leben brauchen. Daher soll die persönliche Lebensplanung inklusive Finanzierung, Care-Arbeit, Säuglingspflege, etc fixer Bestandteil des Lehrplans werden.
  • Es gibt bereits ein Schulstarterpaket von 120 Euro für finanziell schwächer gestellte Familien, welches in der Praxis aber nicht ausreicht. Wir möchten daher sowohl den Betrag als auch die Einkommensgrenzen erhöhen.
  • Gesundes, nachhaltiges und abwechslungsreiches Essen muss an Schulen Standard werden. Das kann man einerseits über Thematisierung im Unterricht erreichen, andererseits auch wenn Jausen bzw Mittagessen diesen Vorgaben entsprechen.

Lehre

  • Das Image der Lehre muss aufgewertet werden. Die Lehre ist nicht die letzte Möglichkeit, sondern gleichwertig mit allen anderen. In der Unterstufe soll das Lehrangebot vorgestellt werden und die Durchlässigkeit erhöht werden. Die Polytechnische Schule müssen wir gezielt fördern.
  • Lehrlinge brauchen kürzere Arbeitszeiten und ein kostenloses Weiterbildungsangebot nach dem Lehrabschluss. Auch das macht die Lehre attraktiver. Meisterprüfungen sollen gratis sein.

Arbeitsmarkt

  • Junge Menschen müssen wir gezielt auf dem Arbeitsmarkt schützen. Das gelingt mit Informationskampagnen zum Arbeitnehmer*innenschutz und stärkeren Kontrollen. Insbesondere müssen wir die Arbeitsbedingungen in der Gastronomie verbessern.
  • Pflichtpraktika sollen fair entlohnt werden. Dafür braucht es die Einführung eines Mindestlohns.

Ausgehen

  • Wir möchten eine Kulturförderung für Clubs, damit es auch im ländlichen Raum mehr Ausgehmöglichkeiten gibt. Zusätzlich müssen bürokratische Hürden für das Organisieren von Partys abgebaut werden.
  • Wie es schon viele Länder getan haben: Wir möchten Cannabis legalisieren. Außerdem möchten wir das vorbildliche „Drogentestangebot“ ausweiten, denn damit leisten wir den stärksten Beitrag zur Vermeidung von Todesfällen beim Drogenkonsum.
  • Es braucht kostenlose Testmöglichkeiten auf Geschlechtskrankheiten. Neben einer Verhinderung der Ausbreitung werden Betroffene auch nicht länger im Unklaren gelassen.

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Landtagswahl Tirol Wahlprogramm Grüne

Das Grüne Wahlprogramm 2022 – Barrierefreies PDF

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Iris Kahn Grüne Kandidatin Kufstein Landtagswahl
Iris Kahn

Bezirkssprecherin (Kufstein), Delegierte zum Landesausschuss, Gemeinderätin (Wörgl)

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