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am 10. März

„Weitere systemisch kranke Working Poor und Kürzung von Arbeitsplätzen? Mit uns nicht!“

Ahmet Demir - Vehemente Ablehnung gegen unsoziale 12-Stunden-Arbeitstag-Forderung

Nach der Präsentation des Arbeitsprogramms der Regierung wurde klar, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt verschlechtern wird. „Unter dem Deckmantel von Beschäftigungsbonus, Arbeitszeitflexibilisierung, Mindestlohn, Lockerung des Kündigungsschutzes für Ältere oder dem Lehrlingspaket, wird eine Politik betrieben, die Ältere und vor allem weibliche ArbeitnehmerInnen systematisch in die Arbeitslosigkeit, Krankheit und somit in die Armut treiben wird“, ist der Arbeits- und Sozialsprecher der Tiroler Grünen, Ahmet Demir, überzeugt.

Nachdem die informelle Runde einiger Wirtschaftstreibender in Tirol, die Adlerrunde, auch noch ins selbe Horn bläst und meint, dass ein 12-Stunden-Arbeitstag (60 Wochenstunden) im Sinne der MitarbeiterInnen wäre, sieht Demir die Notwendigkeit einer Klarstellung: „Ausbeutung, Arbeiten bis zur Erschöpfung und Arbeitsplatzkürzungen helfen niemandem!“

Früher wurden bei steigendem Arbeitsbedarf zusätzliche Arbeitskräfte eingestellt, heute sollen das offensichtlich die MitarbeiterInnen durch gesetzlich legitimierte 12-Stunden-Jobs stemmen. Demir sieht neben dem Rückschritt bei ArbeitnehmerInnenrechten ein weiteres Problem: „Aus Studien wissen wir, dass Mehrstunden längerfristig Berufskrankheiten hervorbringen und Menschen im hohen Alter öfters davon betroffen sind. Wir dürfen den Arbeitsmarkt, der jetzt schon für viele hart genug ist, nicht noch mehr verschärfen. Nach 12 Stunden Arbeit und 8 Stunden Schlaf bleibt unterm Strich für die Menschen und das Zwischenmenschliche keine Zeit.“ Zudem würden die langfristigen Folgekosten für das Gesundheits- und Sozialsystem unseren Kindern aufgebürdet, so der Arbeitssprecher, der abschließend klarstellt: „Für eine kurzzeitige Profitmaximierung sollen ArbeitnehmerInnen und nachfolgende Generationen zahlen? Mit uns nicht!“