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am 16. März

Starke Allianz für Integration am Arbeitsmarkt

Ahmet Demir - „Integration nicht nur fordern, sondern vor allem fördern!“

Nachdem Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Industriellenvereinigung und der Gemeindeverband sich neben vielen NGOs für eine Öffnung des Arbeitsmarktes für AsylwerberInnen aussprechen, hat heute auch der Tiroler Landeshauptmann, als Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz, einen Appell an die Bundesregierung gerichtet. Sehr erfreut darüber zeigt sich der Integrationssprecher der Tiroler Grünen: „Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung die Argumente dieser breiten Allianz hört und AsylwerberInnen den Arbeitsmarktzugang ermöglicht. Die Kombination aus jahrelanger Wartezeit auf den Asylbescheid und die verordneter Tatenlosigkeit ist unmenschlich und untragbar“.

Nach derzeitiger Gesetzeslage dürfen schutzsuchende Menschen nur in sehr geringem Ausmaß gemeinnütziger Tätigkeit nachgehen. Diese werden von öffentlicher Seite angeboten, sind aber nicht ausreichend vorhanden, um eine tatsächliche Unterstützung auf dem Weg in den Arbeitsmarkt zu sein. „Wenn ich alle paar Monate ein paar Stunden arbeiten darf, lenkt mich das zwar kurzzeitig ab, aber eine geregelte Tagesstruktur und zwischenmenschliche Beziehungen kann ich dadurch nicht aufbauen“, zeigt Demir die Probleme mit der derzeitigen Regelung auf. "Schutzsuchende Menschen sind dankbar, bei uns einen sicheren Platz zum Leben gefunden zu haben und möchten so schnell wie möglich arbeiten, um selbstständig ihren Teil beitragen. Diese Motivation und diesen Tatendrang bewusst ungenutzt zu lassen, ist nicht nur aktuell für die betroffenen Menschen, problematisch, sondern für den gesamten Integrationsprozess", gibt der Abgeordnete zu bedenken.

„Um sich in einer Gesellschaft zurecht zu finden, sich zu integrieren und ein aktives Mitglied zu werden, braucht es gegenseitiges Verständnis. Gerade über gemeinsames Arbeiten kann dieses leicht und schnell aufgebaut werden“, erläutert der Landtagsabgeordnete und fordert dringend Bewegung bei der Bundesregierung: „Einerseits Integration einzufordern und andererseits diese Hürden aufrecht zu halten ist keine nachhaltige Politik!“