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am 18. November

Mingler zu Hackler-Regelung-Neu: „Frühstarter*innenbonus stärkt vor allem untere und mittlere Pensionen“

Michael Mingler - Kritik an „zynischer“ Äußerung Zangerls – Frühstarter*innenbonus kommt vor allem Frauen zugute

Anstatt der Hackler-Regelung, von der fast ausschließlich gutverdienende Männer profitierten, haben die Grünen auf Bundesebene den sogenannten „Frühstarter*innenbonus“ auf Schiene gebracht. Damit sollen künftig alle Personen, die schon zwischen dem 15. und 20. Lebensjahr zu arbeiten begonnen haben und 25 Versicherungs- bzw. Beitragsjahre erworben hat, einen monatlichen Pensions-Bonus von 60 Euro bekommen. „Im Gegensatz zur Hackler-Regelung, von der nur einige wenige massiv profitiert haben, bringt der Frühstarter*innenbonus viel mehr Menschen einen Zusatz zur Pension von 840 Euro im Jahr. Gerade bei niedrigen Pensionen entspricht das beinahe einer 15. Pensionszahlung“, weist der Grüne Sozialsprecher Michael Mingler auf die Vorzüge des neuen Modells hin.

Das Aus der vielfach als ungerecht angesehenen Hackler-Regelung sieht Mingler sehr gelassen. „Wer so tut, als wäre die Hackler-Regelung ein Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit gewesen, der streut den Menschen Sand in die Augen. Fakt ist: Davon haben erstens fast ausschließlich besser verdienende Männer profitiert. Zweitens waren es eben vielfach nicht die echten Hackler, die berechtigt waren, sondern Menschen mit Bürotätigkeiten. Wer hart geschuftet hat in seinem Leben ist nämlich selten auf die 45 Beitragsjahre gekommen. Und drittens sind Frauen bis auf eine Ausnahme leer ausgegangen“, weist Mingler auf die Schieflage hin. So hat im Jahr 2020 bis jetzt eine einzige Frau die abschlagsfreie Pensionierung in Anspruch nehmen können, im Vergleich zu über 7000 Männern.

Die Hackler-Regelung-Neu verspricht mehr Fairness. „Aus einem ungerechten Modell wird ein faires Modell von dem viele profitieren. Dadurch stellen wir die Verteilungs- und Geschlechtergerechtigkeit sowie die Bekämpfung von Altersarmut – insbesondere bei Frauen – in den Mittelpunkt der Pensionsdebatte und nicht nur Klientelpolitik“, so Mingler.

Dass ausgerechnet der Schwarze AK-Präsidenten Zangerl, der sich gerne als Gerechtigkeits-Papst darstellt, gegen das rundumerneuerte Modell wettert, wundert den Grünen Sozialsprecher. „Offenbar spielt der Gerechtigkeits-Kompass von Erwin Zangerl verrückt. Wer ein Plus von 840 Euro jährlich für niedrige Pensionen als „Marketing-Show die niemandem hilft“ bezeichnet, ist entweder zynisch oder hat keine Ahnung von den Lebensrealitäten viele Pensionist*innen. Fakt ist: Gerade Frauen und niedrige Pensionen profitieren von dieser Neuerung. Darüber sollte sich ein Arbeiter*innenpräsident eigentlich freuen“, so Mingler.​

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