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am 18. April

Mair: „Arbeitsbedingungen für ForstarbeiterInnnen sind unzumutbar“

- Grüne sagen Lohndumping den Kampf an und wollen Verbesserung erzielen

Prekäre Anstellungsverhältnisse, unzumutbaren Arbeitsbedingungen und zuletzt sogar mangelnde Kooperation bei der Aufklärung eines tödlichen Arbeitsunfalls sind für den Grüne Klubobmann Gebi Mair Anlass die Situation von ForstarbeiterInnen in Tirol nachhaltig zu verbessern. „Die Arbeitsbedingungen bei Holzschlägerarbeiten haben sich in den vergangenen Jahren dramatisch verschlechtert. Dahinter steckt vor allem gestiegene Konkurrenz und das System des Billigstanbieters, das dazu führt, dass Anbieter den Auftrag erhalten, die Arbeitsrechtsstandards aushebeln und auch bei den Sicherheitsmaßnahmen schleißig agieren. Der Preis drückt auf die sozialen und arbeitsrechtlichen Bedingungen. Die Folge sind schlecht ausgebildete, häufig scheinselbstständige oder auch unversicherte Holzschlägertrupps. Als Politiker ist es unsere Verantwortung hier gegenzulenken. Daher bringen wir einen Antrag zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für ForstarbeiterInnen im kommenden Landtag ein“, kündigt der grüne Abgeordnete an.

Kern des Antrags ist die Auftragserteilung. Für Mair sei hier der Hebel am besten anzusetzen „Gemeinden, Bundesforste und wer sonst aller Aufträge erteilt, sollten sich nicht mit der Vorlage einer Gewerbeberechtigung bei der Auftragsvergabe begnügen“, so Mair. Ein verpflichtende Vergabe nach dem Bestbieterprinzip, bei der besonders auf soziale und arbeitsrechtliche Standards geachtet werde, sei aufgrund der geringen Auftragsvolumen allerdings kaum möglich. „Ein erster positiver Schritt wäre es aber schon, wenn die Gemeinden die Arbeiten über das ganze Jahr verteilen, statt wie derzeit nur in der zweiten Jahreshälfte durchführen zu lassen. Dadurch hätten es kleine ortsansässige Holzschlägerfirmen leichter, jahresdurchgängig Beschäftigung zu finden.“

Verbesserung der Situation von Forstarbeitern in Tirol

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