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am 14. September

Grüne zu ÖVP-Stigmatisierung von Arbeitslosen

Michael Mingler, Georg Kaltschmid - "Bessere Arbeitsbedingungen statt faktenbefreite Stimmungsmache"

Angesichts der wiederholten Stimmungsmache gegen arbeitslose Menschen, an der sich heute auch die Tiroler ÖVP beteiligt, betonen der Grüne Sozialsprecher, Michael Mingler, und der Grüne Arbeitsmarktsprecher Georg Kaltschmid, dass es mit den Grünen keine Kürzungen beim Arbeitslosengeld geben wird. "Da kann sich der Koalitionspartner auf den Kopf stellen. Das wird es mit uns nicht geben", so Landtagsabgeordneter Michael Mingler. Vielmehr müsse über die zu geringen Löhne debattiert werden. "Viele Branchen, in denen gerade Arbeitsplätze frei sind, zahlen so wenig, dass man davon kaum über die Runden kommt. Außerdem sind die Arbeitsbedingungen so, dass wohl die wenigsten ÖVP Politiker*innen, die sich gerade aus dem Fenster lehnen, so einen Job eine Woche lang durchhalten würden. Die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung sind einfach nicht attraktiv genug", sagt Mingler. Die Reallöhne seien in den letzten 20 Jahren sogar leicht gesunken. "Die Masse bekommt vom Wirtschaftsaufschwung und den Gewinnen nichts ab. Ihnen bleibt am Ende des Monats sogar weniger in der Tasche, als früher. Dazu kommen die immer steigenden Wohn- und Lebenshaltungskosten", so der Grüne Wohnsprecher Michael Mingler.

Ende August waren in Tirol 13.183 als arbeitslos gemeldet. Demgegenüber stehen nur 8.677 offene Stellen. Die Grünen rufen dazu auf, statt arbeitslosen Menschen zu stigmatisieren, lösungsorientiert die Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt zu verbessern. Gerade im Tourismus gebe es viele Verbesserungsmöglichkeiten und Attraktivierungen, führt der Grüne Arbeitsmarktsprecher Georg Kaltschmid aus, der selbst Hotelier, ist. "Reine Saisonarbeit, extrem unregelmäßige Arbeitszeiten und Dauerstress in der Saison, und in der Zwischensaison keine offenen Stellen - dem wollen sich viele nicht mehr aussetzen. Es braucht endlich bessere Arbeitsbedingungen und mehr gut bezahlte Ganzjahresarbeitsplätze und entsprechende Wertschätzung", so Kaltschmid.

"Unser Reformansatz besteht nicht darin, den Druck auf Arbeitslose zu erhöhen, sondern diese im Veränderungsprozess der Arbeitswelt bestmöglich zu begleiten und zu unterstützen", schließen die beiden Grün-Politiker*innen.​

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