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am 17. September

Grüne Herbstklausur mit Schwerpunkten Seilbahnprogramm und "Impulspaket Soziales"

Gebi Mair, Gabriele Fischer - Mair: „Jetzt liegt es an den Tiroler*innen, sich zu Wort zu melden“

Auf einen „politisch heißen Herbst“ stellen sich die Tiroler Grünen ein, die sich zu einer zweitägigen Arbeitsklausur im Wipptal eingefunden haben. Zur Priorität erklären sie dabei zwei Themen: das kurz vor der Begutachtung stehende Tiroler Skigebiets- und Seilbahnprogramm (TSSP) und der von Soziallandesrätin Gabriele Fischer als „Impulspaket Soziales“ ausgearbeitete Vorstoß, den sie in den nächsten Tagen vorstellen wolle und der wohl in den anstehenden Budgetverhandlungen für einige Verhandlungsrunden sorgen wird.

Beim TSSP biege man jetzt in die heißt Phase ein, wie Klubobmann Mair betont. „Mit der Begutachtung beginnt für die Tiroler*innen die Möglichkeit, sich zu Wort zu melden. Gerade aus Weer und Umgebung erwarte ich mir viele Reaktionen. Denn es geht darum, ob sie zum neuen Auspuff des Zillertals werden wollen oder ob sie die geplante Mega-Zubringerbahn ins Zillertal über den Gilfert ablehnen“, wirbt der Grüne Klubobmann für die Möglichkeit, in den nächsten Wochen schriftlich beim Land eine Stellungnahme abzugeben.

Für Mair gehe mit einer kilometerlangen Seilbahn vom Inntal ins Zillertal eine massive Veränderung im Ortsbild einher. „Das müssen sich alle bewusst werden. Wo bisher Felder sind, würde dann eine Betonlandschaft aus Parkplätzen sein. Wo bisher der Verkehr noch halbwegs erträglich ist, würde dann gerade an den Wochenenden ein wahres Verkehrschaos herrschen. Mit ruhigen Wochenenden wäre es dann in Weer und wohl auch in Kolsass vorbei“, vergegenwärtigt Mair welche Folgen ein derartigen Seilbahn Großprojekt neben dem massiven Eingriff in die Natur hätte. Er hofft auf dementsprechend auf eindeutige Stellungnahme vonseiten der Bürgermeister, der Gemeinderäte sowie aller Anrainer*innen.

In Hinblick auf die anstehenden Budgetverhandlungen lässt die Grüne Sozialländesrätin Gabriele Fischer mit einem Vorstoß aufhorchen. Sie arbeitete über den Sommer einen Entwurf für ein „Impulspaket Soziales“ aus, den sie auf der Klubklausur erstmals vorlegte. Erste Details dazu wolle sie in den kommenden Tagen bekanntgeben, wie sie sagt. „Wir leben momentan in einer wirtschaftlichen Blütezeit, die Arbeitslosenzahlen sinken, die Wirtschaft wächst - da ist es nur gut und recht, wenn wir jetzt einen zusätzlichen finanziellen Impuls für jene setzen, die davon bisher noch nichts spüren“, so Fischer.

Der soziale Kälte aus Wien müsse Tirol mit einer echten Investitionsoffensive begegnen: „Wir wollen finanziell Schwache nicht wie schwarz-blau Perspektiven rauben, sondern ihnen Perspektiven geben“, sagt Fischer. Menschlich handeln und sich helfen sei etwas, das die Tiroler*innen im Blut haben. „Daher bin ich optimistisch, dass wir da etwas Großes zustandebringen.“​

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