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am 4. Oktober

Aslan: "Weit oben sieht man nicht, was sich unten tut"

Berivan Aslan - Grüne Absage an Adlerrunde: Die ArbeitnehmerInnen brauchen Entlastung

​Dass die VertreterInnen der oberen 10.000 gerne einen Abbau der ArbeitnehmerInnenrechte haben, wundert die grüne Spitzenkandidatin für die Nationalratswahl in Tirol, Berivan Aslan, wenig. Sie kann den Vorschlägen der Tiroler Wirtschaftsbosse, etwa einer 60-Stunden-Woche und einem 12-Stunden-Tag für ArbeitnehmerInnen, wenig abgewinnen. "Von ganz weit oben mag die Arbeitswelt für die Wirtschaftsbosse vielleicht ganz in Ordnung aussehen. Aber schon jetzt kämpfen viele ArbeitnehmerInnen mit Überlastung, mit Burnout und mit Lebenserhaltungskosten, die völlig unverhältnismäßig zum stagnierenden Reallohn steigen", so die 35-jährige Telferin. Auch die letzte Steuerreform habe weder den Faktor Arbeit, noch die GeringverdienerInnen entlastet sondern jene, die eh schon wohlhabend sind.

Die Grünen wollen in der Finanzierung des guten österreichischen Gesundheits- und Sozialwesens höhere Beiträge von jenen Menschen, die sich einen solidarischen Beitrag leichter leisten können. Ihr Programm umfasst etwa eine Erbschaftssteuer für Erbschaften ab 500.000 Euro mit Sonderregelungen, um Betriebsübernahmen nicht unnötig zu erschweren. Ein Mindestlohn von 1.750 Euro brutto für Vollzeitbeschäftigung soll dafür sorgen, dass man von einem vollen Einkommen auch leben kann. "Wir wollen außerdem einen Beitrag von jenen Menschen, die unsere Umwelt unnötig belasten und damit umweltfreundlichere Lebensformen, etwa in der Mobilität durch ein österreichweites Öffi-Ticket, finanzieren", sagt Berivan Aslan. Gemeint ist das steuerliche Dieselprivileg, das die Lebensqualität in Tirol maßgeblich negativ beeinflusse und weitere umweltschädliche Förderungen des Bundes, die in Summe laut WIFO über 4 Milliarden Euro ausmachen​.

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