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am 10. Jänner

Ausbleibende giftige Nebelsuppe über Silvester: Grüne für Feuerwerk-Verkaufsverbot

Stephanie Jicha - Jicha: „Die Zeit ist reif für Alternativen und der Wunsch nach einem ruhigeren Jahreswechsel ist groß“

In einer Hinsicht hat das Jahr 2021 sehr positiv angefangen. Denn die von der Bundesregierung vorgegebenen Beschränkungen haben zu einem massiven Rückgang der Feinstaubbelastung am 1. Jänner in ganz Tirol geführt, wie die Tiroler Tageszeitung heute berichtet. Der Tagesmittelwert der Feinstaubbelastung lag bei allen Tiroler Luftgütemessstellen deutlich unter dem Grenzwert von 50µg/m³. „An einen Jahresbeginn ohne giftiger Nebelsuppe über dem Inntal kann ich mich gewöhnen. Und vielen Tiroler*innen geht es ebenso“, so die für Sicherheit zuständige Abgeordnete im grünen Landtagsklub, Stephanie Jicha, die sich in den vergangenen Wochen vielfach gegen private Feuerwerke ausgesprochen hat.

Auch, weil es heuer wieder zu zahlreichen Verletzungen und Bränden aufgrund von Feuerwerkskörpern gekommen ist. Daneben hat das neue Jahr für viele Landwirt*innen mit dem Ärger über tonnenweise Müll auf ihren Feldern begonnen. Und nicht zuletzt sind zahlreiche Haus- und Wildtiere die ganze Nacht in einem Ausnahmezustand gewesen. „Auch wenn die Probleme beim vergangenen Jahreswechsel kleiner waren, so waren sie dennoch vorhanden. Es hat sich gezeigt, dass trotz des Verbotes es sich viele doch nicht nehmen haben lassen Feuerwerkskörper zu zünden. Die Verbote werden erstens wenig eingehalten und sind zweitens auch nicht kontrollierbar. Daher spreche ich mich so wie Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe für ein weitestgehendes Verkaufsverbot von pyrotechnischen Artikeln aus. Das ist die einzige zielführende Maßnahme“, so Jicha.

Rechtlich müsse ein Verbot im Pyrotechnikgesetz geprüft und vom Bund ausgesprochen werden, appelliert Jicha an die Bundesregierung hier tätig zu werden. „Die Debatte zu den Feuerwerken kommt jedes Jahr wie das Amen im Gebet. Meist aber erst kurz vor dem Jahreswechsel wenn der Handel bereits die Feuerwerkskörper verkauft. Die Debatte gilt es daher jetzt weiterzuführen und rechtzeitig vor dem nächsten Jahreswechsel eine Novellierung des Pyrotechnikgesetzes zu erarbeiten“, hofft Jicha auf eine breite und rechtzeitige Diskussion.

Neben einem Verkaufsverbot braucht es für Jicha aber auch einen Prozess des Umdenkens in der Bevölkerung und die Etablierung von Alternativen und neuen Traditionen. „Die große Mehrheit lehnt das kurze grelle Vergnügen am Himmel mittlerweile ab. Für einige gehört ein Feuerwerk aber nach wie vor zum Jahreswechsel dazu. Gerade diese Menschen gilt es mit Alternativen wie beispielsweise Lasershows abzuholen. Auch kann ich mir vorstellen, dass wir es gemeinsam schaffen neue Traditionen für den Jahreswechsel zu etablieren“, so Jicha abschließend.​

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