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am 22. Mai

Wohnbedürfnis vor Spekulationsobjekten

Gebi Mair, Michael Mingler - Maßnahmen gegen Kapitalanlage in Grundstücken geplant

„Das Wohnbedürfnis der Menschen muss wichtiger sein als das Spekulationsinteresse von Investoren“, erklärt der Grüne Klubobmann Gebi Mair angesichts der heutigen Berichterstattung in der Tiroler Tageszeitung über den Grundverkehr in Tirol. Für ihn liegt ein wesentlicher Schlüssel in der Raumordnung. „Wir brauchen wieder eine Widmungskategorie für ausschließlich objektgeförderten Wohnbau“, sieht Mair Handlungsbedarf. Das bedeutet, dass die gewidmeten Grundstücke nur für sozialen Wohnbau zur Verfügung stehen und Preisobergrenzen für Grundstücke nach der Wohnbauförderung gelten.

Raumordnung ist eine der zentralen Aufgaben der Politik. Aus Sicht der Grünen müssen hoheitliche Elemente in der Raumordnung entsprechend gestärkt werden, um öffentliche Interessen durchsetzen zu können. „Widmungspolitik im Interesse der Mieter*innen benötigt außerdem politischen Mut“, appelliert Gebi Mair an alle Beteiligten. Gerade bei bereits gewidmetem und seit Langem gehorteten Bauland seien Eingriffe schwierig. Trotzdem gelte es, raumordnerische Mittel auszuschöpfen. „Wir wollen alle Instrumente gegen Spekulation und für das Wohnbedürfnis der Menschen ausschöpfen“, so Mair.

Ins selbe Horn stößt der Grüne Wohnsprecher Michael Mingler. „Als junger Mensch ist es praktisch unmöglich sich aus eigener Kraft eine Wohnung zu leisten. Von einem Grundstück mit Eigenheim ganz zu schweigen“, sieht der Grüne eine Negativspirale, die es zu durchbrechen gilt. „Wohnen wir nur dann wieder leistbarer, wenn wir an wirklich allen Stellschrauben drehen. Das beginnt bei der Raumordnung, geht über den Leerstand und endet bei einem landesweiten Mietunterstützungsmodell, bei dem die Profiteur*innen die Mieter*innen sind und nicht die Vermieter*innen.“​

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