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am 24. Oktober 2018

Willkürliche Naturzerstörung: „Grenzt an Frotzelei“

Gebi Mair - Grüner Klubobmann begrüßt Durchgriff gegen Pitztaler Gletscherbahnen und fordert weitreichendere Sanktionen

Wie manche Seilbahner mit der Tiroler Natur umgehen und damit dem gesamten Tourismus im Land schaden, stößt dem Grünen Klubobmann Gebi Mair anlässlich der jüngsten Eskapaden im Pitztal​ extrem sauer auf. „Das grenzt an Frotzelei, wie hier willkürlich und illegal die Natur zerstört wird. Da wird von einigen agiert, als gelten für sie keine Gesetze. Das Gegenteil ist der Fall“, begrüßt Mair das Durchgreifen der Bezirkshauptmannschaft Imst. Die Behörde hat wegen wiederholter unbewilligter Bauarbeiten eines Pistenweges im Bereich des Brunnenkogels ein Benützungsverbot ausgesprochen.​ 

Für die Tiroler Grünen ist es mit dieser einen Sanktion aber nicht getan. „Wenn jemand beim Fußball die Blutgrätsche auspackt, wird er konsequenterweise für ein paar Spiele vom Platz gestellt. Bei Naturzerstörung muss das Gleiche gelten. Wer ein schweres Foul begeht, darf nicht an einer anderen Stelle munter weiter fuhrwerken", fordert der Grüne Klubobmann weitreichendere Konsequenzen im Sinne einer Strafbank-Regelung. Die Pitztaler Gletscherbahnen hatten die Bagger am Gletscher ohne naturschutzrechtliche Bewilligung auffahren lassen. Gleichzeitig werben sie an anderer Stelle um die Realisierung weiterer Projekte beim Land Tirol.


Mair bezeichnet den Vorschlag auch als Fairnessabkommen all jenen Touristiker*innen gegenüber, die sich an die geltenden Gesetze halten. "Es kann doch nicht sein, dass es ein paar gibt, die glauben sie können tun und lassen was sie wollen. Die dürfen für so ein Verhalten nicht auch noch belohnt werden. Deshalb schlagen wir vor, dass bei Verstößen gegen das Naturschutzgesetz dort automatisch eine temporäre Bausperre in Form eines Schutzgebietes entsteht. Bis der ursprüngliche Verstoß behoben ist, ruhen damit alle neuen Bauprojekte vor Ort", stellt Gebi Mair eine konkrete Idee für die gesetzliche Umsetzung vor.


Was den illegal errichteten Pistenweg betrifft, ist für die Grünen ist klar, dass das verordnete Benutzungsverbot durchgesetzt werden muss. Die Webcam der Pitztaler Gletscherbahnen zeigte gestern regen Skibetrieb, und der Betreiber behauptet, er kenne noch gar kein Benutzungsverbot. Das reihe sich in die bisherige Ignoranz ein und dürfe nicht folgenlos bleiben, so Gebi Mair.


Auch im Rahmen der noch bis 2. November in Begutachtung befindlichen Seilbahngrundsätze werde man sich ansehen, ob das gezeigte Verhalten Konsequenzen haben müsse, kündigt der Grüne Klubobmann an. Er ruft weiterhin Bürger*innen dazu auf, ihre Stellungnahmen zur zukünftigen Entwicklung der Skigebiete beim Land Tirol einzubringen. Derzeit werden bereits die eingegangenen Stellungnahmen gesichtet. Jede einzelne werde bei der Weiterentwicklung des Seilbahnprogramms eine Rolle spielen, so Gebi Mair.


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