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am 31. Jänner

PFIAT DI PLASTIK

Ingrid Felipe, Georg Kaltschmid - mit einem GRÜNEN 4-Punkte Plan gegen die Plastik-Plage

Plastik ist allgegenwärtig. Kaum ein Lebensmittel, das heute noch ohne die aus Rohöl hergestellte Verpackung ins Regal kommt. Selbst Gemüse mit natürlicher Schale wird immer öfter in Plastik eingeschweißt. Von den Trinkflaschen, den Plastik-Tüten und den Plastikprodukten wie Wattestäbchen ganz zu schweigen.

Die PLASTIKPLAGE hat den PLANETEN IM WÜRGEGRIFF

Dabei wird oft vergessen, wie viele negative Auswirkungen Plastik hat und wie ressourcenverschwenderisch das Produkt ist. Plastik wird aus Rohöl hergestellt, das bei der Produktion jede Menge Co₂​​ freisetzt. Nach dem kurzen Gebrauch landet es überall: In unseren Meeren, auf riesigen Müllbergen oder in der Recyclinganlage, wo es erneut unter viel Energieaufwand wiederverwertet wird.  Ja, sogar auf unseren Tellern landet es in Form von Mikroplastik.

Die Folgen für unser Klima und unser Ökosystem sind fatal. Deshalb starten die Tiroler Grünen eine Frühjahrskampagne mit dem prägnanten Titel „PFIAT DI PLASTIK".


Einwegplastik hat sich zu einer wahren Plage entwickelt, der wir ein Ende bereiten müssen.

Ingrid Felipe​​

"In unseren Ozeanen landen jährlich 8 Millionen Tonnen Plastik, die für die Tierwelt fatal sind. 50 Prozent davon ist Einwegplastik. Das muss nicht sein - das muss aufhören“, erklärt die Grüne LHStvin Ingrid Felipe den Vorstoß der Grünen, die das Thema umfassend angehen und über die
bisherigen Forderungen vonseiten der Politik hinausgehen.​

32 Kilogramm pro Person

Die Vorstöße der EU und der Bundesregierung in Sachen Plastiksackerl und Grillgeschirr seien begrüßenswert. „Aber diese Maßnahmen werden nicht ausreichen, wenn wir die 25 Millionen Tonnen Plastikmüll, welche in der EU jährlich erzeugt werden, um 25 Prozent bis 2029 reduzieren wollen. Das Plastiksackerl macht zum Beispiel nur 2 Prozent des gesamten Plastikmülls aus. Um die Plage zu beenden, müssen wir weit mehr unternehmen“, ergänzt der Grüne Wirtschaftssprecher Georg Kaltschmid.

2050 wird es mehr Plastik als Fische in den Meeren geben.​
Georg Kaltschmid

Auch in Tirol ist der Verbrauch hoch. 32 Kilogramm wird von jedeR Tiroler*in jährlich angehäuft. Trotz hoher Trennmoral in Tirol wird nur ein Drittel recycelt. Der Rest wird verbrannt. Müll, der nicht sein müsste. „Auf Landesebene haben wir mit den Green Events und bei Landeseinrichtungen wichtige Impulse für die Abkehr von Plastikmüll gesetzt. Das große Problem ist und bleibt die mangelnde Wiederverwertbarkeit. Wir müssen Schritte setzen um das Wegwerfplastik zu reduzieren und dabei Industrie und Handel sowie die Abfallentsorgung mitnehmen", so Felipe.


Und so sieht der 4-Punkte Plan der Grünen aus:


  1. Verbindliche Mehrwegquoten bei Getränkeverpackungen
  2. Gesellschaftlicher Druck auf Industrie und Handel​​

  3. Bundesweites Pfandsystem auf Plastik und Dosen​​

  4. Verbot von "to-go"-Plastikprodukten ab 2022​​
DRUCK AUF HANDEL ERHÖHEN

„Als Konsument*in werde ich derzeit von der Industrie geradezu genötigt im Supermarkt und anderswo Plastikverpackungen mit nach Hause zu schleppen. Es braucht verbindliche Mehrwegquoten und gesellschaftlichen Druck auf den Handel Alternativen anzubieten“, so Kaltschmid, der auf eine europaweit laufende Petition​ hinweist.​

Für die Grüne Landesrätin Felipe, die für die Abfallwirtschaft in Tirol zuständig ist, führt kein Weg an einem Pfandsystem ähnlich zu Deutschland vorbei. „Die Politik hat eine Verantwortung bei Fehlentwicklungen lenkend einzugreifen. Das ist bei Plastik mehr als dringend der Fall. Ein Pfandsystem ist eine effiziente Methode um für einen sparsameren Einsatz und Gebrauch von Plastik und Dosen zu sorgen“, ist die Grüne überzeugt und fügt an: "Dabei macht der Plastik Pfand selbstverständlich nur Sinn wenn die Flaschen auch wiederverwendet werden." Neben den vier genannten Maßnahmen seien natürlich auch die Förderung von Alternativen Materialien und die Forschung stärker zu unterstützen.​

IN GANZ TIROL UNTERWEGS

Unterwegs wollen die Tiroler Grünen mit ihrer „Pfiat di Plastik“ Kampagne in ganz Tirol sein. „Die zunehmende Plastikplage ärgert die Menschen im Alltag besonders. Daher werden wir landesweit vor Geschäften Stoff- gegen Plastiksackerln tauschen, mit einer Prise Aktionismus den Plastikwahn aufzeigen, zum Protest aufrufen und mit Filmvorführungen und Besuchen von Tiroler Abfallanlagen auf das Problem aufmerksam machen.“ Außerdem werden die Grünen in Ortschaften Initiativen für „plastikfreie Gemeinden“ starten. „Es gibt schon Gemeinden in Österreich, die das erfolgreich praktizieren. Es wäre schön, wenn das auch in Tirol gelingt“, so die beiden abschließend.

Werde aktiv und unterschreibe gegen die Plastik-Plage in den Einkaufs-Regale!


Musterantrag für Gemeinden

FAKTENBOX

32 Kilogramm häuft jede Tiroler*in pro Jahr an Plastikmüll an.

25 Millionen Tonnen Plastik werden jedes Jahr in der EU erzeugt.

30 Millionen Plastikfalschen werden jährlich nach Tirol importiert.

55 Millionen Plastikgetränkeflaschen werden weggeworfen.

60 Prozent des Plastikmülls wird nur einmal verwendet.
8 Millionen Tonnen landen jährlich im Meer.

2050 wird es mehr Plastik als Fische in den Meeren geben.​

Termine - Schwerpunkt Plastik

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