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am 11. Februar

Oberösterreichischer FPÖ-Chef entlarvt Linie zu Naturjuwelen seiner Tiroler Kollegen

- "Haimbuchner sieht angekündigten Ausweisungsstopp als 'Wahlkampfgeplänkel' "

Die Debatte um neue Natura 2000-Gebiete vor der Tiroler Landtagswahl ist um ein unfreiwillig komisches Kapitel seitens der FPÖ reicher: Eigentlich hatte die Tiroler FPÖ den oberösterreichischen Landeshauptmannstellvertreter Haimbuchner zur Bewerbung vom weiterem Sozialabbau nach Tirol geholt, aber der fährt seinen Tiroler Parteikolleg*innen beim Thema Natura 2000 in die Parade. Die Tiroler FPÖ will noch hinter die, wegen des Widerstands der ÖVP ohnehin noch nicht ausreichenden, bisherigen Ausweisungen der Tiroler Landesregierung zurück, aber der in Oberösterreich auch als Naturschutzlandesrat zuständige Haimbuchner warnte vor einem EU-Vertragsverletzungsverfahren. Man müsse Natura 2000 sauber und ernsthaft abhandeln, eine rechtlich gute Lösung müsse auch innerhalb jedes Bundeslands sauber sein und halten. "Das konterkariert sowohl den Natura 2000-Revisionismus der FPÖ, als auch den von der ÖVP propagierten Ausweisungsstopp", unterstreicht der grüne Klubobmann Gebi Mair. Explizit nach dem Brief von Landeshauptmann Platter an EU-Kommissionspräsident mit der Ankündigung keiner neuen Ausweisungen gefragt, sagte Haimbuchner in der Pressekonferenz der FPÖ: "Es ist Wahlkampf."

Die Umweltfighter von den Tiroler Grünen wollen nach den Osttiroler Gletscherbächen, dem Tiefen Wald in Nauders und Sinnesbrunn im Gurgltal weitere Gebiete mit dem Natura 2000-Gütesiegel auszeichnen. "Die Natur macht nicht an den Grenzen halt und ist deswegen auch die falsche Baustelle für nationalistische Begründungen. Wir sehen gerade am Lech, der Tirols erstes Natura 2000-Gebiet war, dass die Natur und der sanfte Tourismus grenzüberschreitend von der Ausweisung profitieren." Die Grünen kündigen an, vor allem am Piz Val Gronda in Ischgl, der zum Symbol für das Kräftemessen zwischen wirtschaftlichen und ökologischen Interessen geworden ist, für weitere Ausweisungen zu kämpfen.

Als Wahlkampf stufen die Grünen auch die Ankündigung von Landeshauptmann Günther Platter in der aktuellen Ausgabe von Eco.nova ein, wo dieser ankündigt es gebe keine weiteren Nominierungen von Natura 2000. „Herr Landeshauptmann, die Tiroler Naturjuwele sind nach fachlichen Kriterien zu schützen. Wir brauchen einen transparenten Prozess für die weitere Nominierung von Schutzgebieten. Auch im Wahlkampf sollte man die Realität nicht verschweigen. Noch vor dem Sommer finden dazu die vereinbarten Gespräche mit der EU-Kommission statt.“
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