Bezirkegruene.at
Navigation:
am 5. Dezember

Gefährliche Drohung aus Wien gegen Tiroler Naherholungsgebiete

Gebi Mair, Georg Kaltschmid - Mair und Kaltschmid: „Anders als Hörl schätzen und schützen die Tiroler*innen die Natur“

Was der in die Regierungsverhandlungen zumindest offiziell nicht eingebundene Seilbahnlobbyist Franz Hörl aus den schwarz-blauen Wiener Plänen hört und beim Seilbahnertreff berichtet, klingt für den Grünen Klubobmann Gebi Mair wie eine „gefährliche Drohung gegen die Tiroler Naherholgungsgebiete.“ Schwarzblau hätte sich bereits darauf geeinigt, dass eine weitere Piste am Flughafen Wien an der Spitze des Infrastruktur- und Mobilitätsprogrammes stehe, „da können die Begehrlichkeiten nach neuen Gletscherpisten in Tirol nicht weit sein“. Der Grüne Klubobmann sieht in Wien „Klimaleugnerfraktionen“ am Werk und unterstreicht den Wert der Schätze Tirols. „Die Menschen in Tirol haben die Arbeitsplatz-Scheinargumentation als Vorwand für Naturzerstörung längst durchschaut“, ist der Grüne Listenzweite überzeugt und verweist auf die vom Land Tirol durchgeführte Umfrage aus dem Vorjahr, laut der 94% der Tiroler Befragten die intakte Natur als wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung bezeichnen und eine satte Zwei-Drittel-Mehrheit von 68% sagt, der Naturschutz behindere die wirtschaftliche Entwicklung nicht.

Für den Grünen Hotelier und Listenvierten auf der Landeslisten, Georg Kaltschmid, seien Hörls Aussagen der klassische Eintöner, der seit Jahrzehnten getrommelt werde. "Hörl spricht sicherlich nicht für alle Touristiker*innen, sondern vor allem für sich selbt", so Kaltschmid. "Wir müssen erkennen, dass immer mehr nicht immer besser ist. Tirol hat im Tourismus noch viele Möglichkeiten. Die liegen aber sicherlich nicht in der Zerstörung unserer Grundlage, sondern in kreativen und nachhaltigen Konzepten, die wir viel stärken angehen müssen, um den Tourismus in Tirol fit für die Zukunft zu machen. Das beschäftigt die meisten Touristiker*innen und sicher nicht neue Seilbahnprojekte." Es gehe Hörl auch nicht um Tiroler Arbeitsplätze, sondern ganz im Gegenteil darum, weitere Arbeitnehmer*innenrechte abzubauen, wie er unverhohlen sagt. "Das bringt keine zusätzliche Köchin und keinen Kellner dazu, sich in Tirol zu bewerben", kritisiert der Walchseer Hotelier.

Die Grünen stellen sich auch ganz bewusst verteidigend vor jene Menschen, die engagiert für Tirols Natur kämpfen. "Tirols Naturschützer*innen kämpfen auch deshalb für alle Tiroler*innen, weil sie ein lebenswertes Tirol erhalten wollen. Das beinhaltet gerade auch die Zukunft der regionalen Arbeitsplätze. Wenn die Tiroler Natur zerstört ist, dann werden Gäste nicht mehr zu uns auf Urlaub kommen wollen", rät der Grüne Klubobmann dem VP-Kandidaten Franz Hörl zu mehr Weitsicht. "Es sollte ein bisschen über die Wintersaison hinaus gedacht werden. Das tun Tirols Umweltschützer*innen. Im Interesse von Natur und Menschen."

Die Tiroler Grünen haben in ihrem laufenden Basisentscheid über die Schwerpunkte im Wahlkampf eine Alternative zur von Seilbahnlobbyisten geforderten Durchlöcherung des Tiroler Seilbahn- und Skigebietsprogrammes: Eines der 26 Themen, aus denen die grüne Mitglieder und auch alle anderen politisch Interessierten Menschen die fünf wichtigsten aussuchen können, lautet „Schluss mit dem Ski-Erschließungswahn: Das Tiroler Seilbahn- und Schigebietsprogramm soll überarbeitet werden und auf Erschließungen wie Zubringerbahnen außerhalb der bereits bestehenden Gebiete verzichten. Die Geltungsdauer soll für mindestens 10 Jahre angelegt werden. Die Überarbeitung soll insbesondere auch die Entwicklung des Klimawandels berückstigen.“ Der gesamte Basisentscheid ist hier (https://tirol.gruene.at/basisentscheid) öffentlich zugänglich und der grüne Klubobmann „überzeugt, dass wir mit Hilfe unserer Mitglieder und anderer engagierten Menschen ein tolles Tiroler Alternativprogramm zum Wiener Weg der Natur- und Umweltzerstörung vorlegen werden.


Aktiv  werden.  Das  ist  Grün.  Banner  rechts.